Nils Petersen hat den SC Freiburg per Elfmeter mit 1:0 in Führung geschossen. (Foto: IMAGO, IMAGO / MB Media Solutions)

Fußball | Europa League

SC Freiburg kann den Sieg nicht über die Zeit retten

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Der SC Freiburg muss sich im letztem Gruppenspiel in der Europa League bei Qarabag Agdam mit einem Punkt begnügen. In dem umkämpften Spiel musste der VAR gleich viermal eingreifen.

Der zweite Anzug zwickt und wackelt noch ein bisschen. Dennoch konnte die B-Elf des SC Freiburg im letzten Gruppenspiel der Europa League bei Qarabag Agdam einen Punkt mitnehmen. Nils Petersen (25.) und Owusu Kwabena trafen beim umkämpften 1:1 (1:0) bei dem der Sport-Club durchaus Glück hatte. "Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt. Am Ende muss man sagen, dass wir einen glücklichen Punkt geholt haben. Ich kann Karabach nur ein großes Kompliment machen", sagte Freiburgs Trainer Streich. 

Der SC Freiburg stand bereits vor der Partie als Gruppensieger im Achtelfinale der Europa League. Daher nutzte Trainer Christian Streich die Gelegenheit, seine zuletzt viel beanspruchten Stammspieler zu schonen. Qarabag musste sich im Fernduell um Platz zwei gegen den FC Nantes behaupten. Entsprechend forsch attackierten die Aserbaidschaner das Freiburger Tor.

Petersen schießt den SC Freiburg in Führung

Das hütete Noah Atubolu. Und der musste sich in der 6. Minute das erste Mal auszeichnen. Nach einem Ballverlust vom Lukas Höler an der Strafraumkante zog der Brasilianer Kady sofort ab. Doch der 20-jährige Keeper, der ansonsten für den SC Freiburg II in der 3. Liga aufläuft, konnte parieren. Qarabag blieb überlegen, ohne sich jedoch weitere Torchancen erspielen zu können.

Nach einem Foul von Bahlul Mustafazada an Kevin Schade gab Schiedsrichter Alexej Kulbakow aus Belarus zunächst Freistoß. Nach der Überprüfung durch den Video-Assistenten (VAR) korrigierte er seine Entscheidung auf Elfmeter. Nils Petersen trat an und traf mit etwas Glück - Qarabags Torhüter Sharudin Magomedaliyev war noch dran - zur Freiburger 1:0-Führung (25.). Es war Petersens erster Pflichtspiel-Treffer in der laufenden Saison. Das war gleichzeitig der Halbzeitstand.

Der VAR bewahrt den SC Freiburg vor dem Ausgleich

Nach der Pause war Freiburg im Glück: Marko Vesovic fiel im nach einem Zweikampf mit Hugo Siquet im Freiburger Strafraum Schiedsrichter Kulbakow gab sofort Elfmeter. Erneut korrigierte der VAR die Entscheidung, denn der Nordmazedonier stand zuvor im Abseits (50.) Auch Vesovics vermeintlicher Ausgleichstreffer wurde vom VAR aberkannt (54.). Und spätestens nachdem es dem mitgeeilte Qarabag-Verteidiger Mustafazada nicht gelang, den Ball nach Zuspiel von Kuby aus drei Metern im leeren Freiburger Tor unterzubringen, war auch dem letzten Freiburger klar, dass der Sport-Club etwas ändern muss, wenn er in diesem Spiel als Sieger vom Platz gehen will.

Doch mitten in dieser Drangphase dezimierte Qarabag sich selbst. Kevin Schade tauchte nach einem der wenigen Freiburger Konter am 16er der Aserbaidschaner auf und wurde rüde von Kevin David Medina gefoult. Schiedsrichter Kulbakow zeigte zunächst Gelb; doch nachdem er sich die Szene in der Review-Area noch einmal selbst angeschaut hat, stellte Kulbakow den Kolumbianer vom Platz (62.). Doch auch zu zehnt war Qarabag die bessere Mannschaft und die neu formierte Freiburger Abwehr zeigte sich nicht immer sattelfest.

Freiburger Fans träumen vom FC Barcelona im Achtelfinale

So musste Atubolu sein ganzes Können zeigen, um Abdellah Zoubir am Ausgleich zu hindern (70.). Der fiel erst in der Nachspielzeit durch Owusu Kwabena, der nach einer schönen Flanke von Tural Bayramov per Kopf zum 1:1 traf. Der Treffer kam jedoch zu spät. Und weil der FC Nantes im Parallel-Spiel bei Olympiakos Piräus mit 2:0 triumphierte, ist die Europa-League-Reise von Qarabag Agdam beendet. Die Team von Trainer Gurban Gurbanov spielt als Gruppendritter damit in der Zwischenrunde der Europa Conference League.

Freiburg spielt am Sonntag gegen den 1. FC Köln. Gegen wen die Breisgauer im Achtelfinale antreten müssen, wird am Freitag, 24. Februar 2023, in Nyon ausgelost. Die Freiburger Fans träumen derweil vom FC Barcelona.

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