Christian Streich (SC Freiburg) (Foto: imago images, Imago)

Fußball | SC Freiburg

So gut wie nie: Freiburg geht ungeschlagen ins neue Stadion

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Der SC Freiburg erlebt seinen besten Bundesligastart seiner Geschichte und ist als einzige Mannschaft noch ungeschlagen. Zum sportlichen Hochgefühl kommt an diesem Donnerstag (18:15 Uhr) auch die Einweihung der neuen Arena im Testspiel gegen den FC St. Pauli.

Moderne Architektur, steile Tribünen, imposante Erscheinung, 34.700 Plätze: Da steht es nun in der Oktobersonne und leuchtet stolz in den Vereinsfarben weiß und rot. Und endlich ist es soweit, an diesem Donnerstag wird das neue Freiburger Europa-Park Stadion mit dem Testspiel gegen den FC St.Pauli (18:15 Uhr) eröffnet.

Als einziger Bundesligist noch ungeschlagen

Da passt es umso besser, dass mit Beginn dieser neuen Ära die Mannschaft des SC Freiburg einen historisch guten Saisonstart hingelegt hat. Der Sport-Club ist als einziger Bundesligist nach sieben Spieltagen noch ungeschlagen - selbstverständlich ein Vereinsrekord. Eine herausragende Leistung des Teams um Kult-Trainer Christian Streich. Zudem haben die Freiburger auf Platz vier nur einen Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter Bayern München, der bereits seine erste Niederlage kassierte.

Europa-Park Stadion Freiburg (Foto: SWR, Dorothee Soboll)
Die Südtribüne mit Stehplätzen für bis zu 8.000 SC-Fans: Insgesamt finden im Europa-Park Stadion 34.700 Zuschauer Platz - zumindest in Nicht-Corona-Zeiten. Gut ein Drittel davon sind Stehplätze. Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
Blick von der Ehren- auf die Gästetribüne Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
Ehrenplätze und VIP-Logen auf der Haupttribüne Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
20 Logen für 200 Edel-Fans thronen über der Haupttribüne Owusu Künzel Bild in Detailansicht öffnen
Fürstlich speisen, während draußen der Ball rollt - die neuen VIP-Logen machen's möglich Owusu Künzel Bild in Detailansicht öffnen
Hier wird Christian Streich seine legendären Pressekonferenzen geben - im schicken neuen Presseraum des Stadions Owusu Künzel Bild in Detailansicht öffnen
Hier ziehen sich die SC-Profis um ... Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
... und hier die Gäste-Teams Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
Durch diese hohle Gasse müssen sie kommen - der Einlauf-Gang ins Stadion Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
Grüner wird's nicht - der Rasen im neuen Europa-Park Stadion ist bereit. Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
Blick von der Pressetribüne Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen
Kein Flutlicht, die Sonne leuchtet auf die neue Arena. Und aufs Dach: Die weltgrößte Solaranlage auf einem Stadion soll hier installiert werden. Owusu Künzel Bild in Detailansicht öffnen
Der neue Sitz des Sport-Clubs: Das Hauptgebäude an der Westtribüne. Owusu Künzel Bild in Detailansicht öffnen
Vorfreudig und erleichtert: SC-Finanzvorstand Leki (links) und Freiburgs Baubürgermeister Haag Dorothee Soboll Bild in Detailansicht öffnen

Gründe für den Erfolg

Diese Zwischenbilanz, die die Fans von der ersten Europacup-Teilnahme seit der Spielzeit 2013/14 träumen lässt, ist kein Zufall. Denn der SC musste im Gegensatz zu den vergangenen Jahren keinen personellen Aderlass im Sommer verkraften, Baptiste Santamaria ist als einziger Leistungsträger abgewandert. Entsprechend eingespielt agiert die Mannschaft.

Dazu kommt eine noch nie dagewesene Tiefe des Kaders. Dass Nils Petersen, Roland Sallai oder Ermedin Demirovic zuletzt von der Bank kamen und entscheidenden Einfluss auf die Partien nahmen, sagt alles. Augenfällig ist zudem die Top-Form der Leistungsträger wie Christian Günter, Nicolas Höfler, Lucas Höler und Vincenzo Grifo in Kombination mit starken Vorstellungen aufstrebender Profis wie Nico Schlotterbeck oder Torwart Mark Flekken, die das Potenzial für große Karrieren haben.

Christian Streich tritt auf die Bremse

Wenn Trainer Christian Streich derzeit über die Stärken seines Teams spricht, hört sich das allerdings so an: "Die Mannschaft zeigt sich sehr stabil." Die Zurückhaltung des Trainers hat natürlich seine Gründe. Streich möchte einerseits verhindern, dass seine Profis abheben.

Zudem will der Coach keine zusätzliche Aufmerksamkeit generieren, die Begehrlichkeiten wecken könnte. Und dann ist da noch dieser fast schon abergläubische Zweckpessimismus, der in Streich steckt. "Sie hören von mir immer das Gleiche. Ich weiß, wo wir hingehören. Es gibt gute Phasen - und es werden andere Phasen kommen", sagte der Coach zuletzt immer wieder: "Ich freue mich, dass es so gut läuft. Aber ich bereite mich auch darauf vor, dass es wieder nicht so gut läuft."

Neue Arena mit Platz für 34.700 Fans

Sorge bereitet Streich vor allem der Beginn der neuen Ära. Schließlich haben die Freiburger das Unikat Dreisamstadion nach 67 Jahren verlassen. Die neue Arena mit 34.700 Plätzen im Nordwesten der Stadt wird an diesem Donnerstag im Testspiel gegen den FC St.Pauli eingeweiht und erlebt am 16. Oktober gegen RB Leipzig ihr erstes Bundesligaspiel.

Nach 25 Jahren im Verein fürchtet Streich allzu ehrgeizige Pläne und eine übersteigerte Erwartungshaltung, die die Grundlage des bisherigen Erfolgs gefährden könnten. "Entscheidend wird sein, wenn wir rüber gehen ins neue Stadion, ob wir die Demut mitnehmen können", sagte Streich: "Ob die Zuschauer und wir, ob wir dann weiter zusammenstehen und diesen Spirit leben, auch wenn schwere Zeiten kommen - und die werden kommen. Das beschäftigt mich." Viel mehr als der Tabellenplatz und eine Europacup-Teilnahme.

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