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Der SC Freiburg ist seit sieben Spielen sieglos, den einzigen Saisonsieg feierte die Mannschaft von Christian Streich am ersten Spieltag in Stuttgart. In Augsburg soll der zweite Dreier gelingen, doch dafür bedarf es einer Leistungssteigerung.

Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg fordert im Auswärtsspiel beim FC Augsburg eine Reaktion auf den enttäuschenden Auftritt in der Vorwoche. "Ich erwarte in Augsburg, dass wir uns mit allem, was uns zur Verfügung steht, wehren", sagte der 55-Jährige vor der Partie am Samstag (15:30 Uhr). Es komme darauf an, dass seine Mannschaft ein "anderes Gesicht" zeige.

Streich: "Darf nicht noch einmal vorkommen"

Die Freiburger hatten am vergangenen Spieltag gegen den bis dahin sieglosen FSV Mainz 05 (1:3) verloren, Streich rief daraufhin den Abstiegskampf aus. "Die Aufarbeitung ist für uns alle nicht schön gewesen. Das, was in der ersten Halbzeit gegen Mainz passiert ist, darf nicht noch einmal vorkommen", sagte er.

Die Breisgauer warten seit sieben Spielen auf einen Sieg. In Augsburg muss Streich erneut auf den an Covid-19 erkrankten Chang-Hoon Kwon verzichten. Der Südkoreaner sei zwar inzwischen negativ getestet worden, steige aber erst in der nächsten Woche ins Training ein. Zudem fällt Lukas Kübler zwei bis drei Wochen aufgrund eines Muskelfaserrisses aus.

Christian Streich würdigt Diego Maradona

Neben den Themen rund um das Augsburg-Spiel sprach Freiburgs Trainer Christian Streich auch über den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona. "Was uns alle verbindet, ist die Zuneigung und Liebe zum Fußball. Und die Liebe zum Fußball ist gleichzusetzen mit der Liebe zu Diego Armando Maradona", sagte der 55-Jährige am Donnerstag, "weil er einfach ein Teil dieses Fußballs ist und das Besondere daran verkörpert."

Maradona habe auch für das Gute und das Arme gestanden, "was aufbegehrt gegen das Reiche und Korrupte", sagte Streich. Maradona war am Mittwoch im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Tigre nördlich von Buenos Aires gestorben. "Es ist sehr, sehr traurig, dass er gestorben ist", sagte Streich. "Aber ich glaube, man kann nicht sagen, dass er nicht intensiv gelebt hat und dass er nicht unzähligen Menschen eine unfassbare Freude gemacht mit der Art und Weise, wie er gespielt hat. Man hat immer das Gefühl gehabt, dass er alle unterhalten muss."

Streich als Bundestrainer?

Eine weitere Frage aus der Journalistenrunde am Donnerstag schien Christian Streich sichtlich zu überraschen. Es ging um das Amt des Bundestrainers und die Frage, ob sich Christian Streich vorstellen könne, dieses Amt zu bekleiden. Die Antwort fiel eindeutig aus.

"Ich? Als Nationaltrainer von Deutschland? Wissen Sie, wie viele Punkte wir gerade haben in Freiburg?", sagte Streich. Seiner Meinung nach gäbe es 100 andere Trainer, die Bundestrainer werden könnten oder sollten. Und Streich fügte an: "Es ist nett, dass Sie nachfragen. Danke. Aber ich glaube, das ist der Ehre zu viel."

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