Christian Streich, Trainer SC Freiburg  (Foto: Imago, Hansjürgen Britsch via www.imago-images.de; )

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Freiburgs Trainer Christian Streich nach Niederlage frustriert

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Das war bitter: Der SC Freiburg ging gegen Bayer Leverkusen in Führung, aber dann kippte das Spiel. Am Ende hieß es 2:4 aus Sicht der Breisgauer. Trainer Christian Streich war im Interview mit SWR Sport hörbar unzufrieden.

SWR Sport: Christian Streich, Sie haben wieder nach einer Führung ein Spiel verloren, das ist bestimmt nicht lustig!?

Christian Streich: Da haben Sie Recht! Das Ergebnis der ersten Halbzeit ist ein Witz. Aber es ist Realität und so verlieren wir das Spiel.

Wie analysieren sie den Spielverlauf?

Erste Halbzeit gut, außer den beiden Aktionen, wo wir den Gegner zu Toren einladen. Wir machen das 2:0, mit einem super Tor, aber der Schiedsrichter pfeift Abseits. Dann läuft Lucas Höler allein in den Strafraum, wird umgehauen, es gibt eine Rote Karte, die wird zurückgenommen, sonst können wir das 2:0 machen, das ist gnadenlos. Und dann laden wir den Gegner mit zwei Fehlern zu zwei Toren ein. Das Ergebnis der ersten Halbzeit ist ein Witz. Aber es ist Realität und so verlieren wir das Spiel.

Es war völlig kurios, dass so ein Spieler wie Nicolas Höfler, der ja normalerweise zuverlässig ist, jetzt heute zwei Fehler gemacht hat, die dann zu Toren geführt haben. In seiner Position hat das dann auch schnell Konsequenzen. Können Sie sagen warum ihm das passiert ist?

Nein das passiert, aber es war halt schade, weil bis zu dem Zeitpunkt als das 1:1 fällt haben wir es super gemacht, keine Räume zugelassen, selbst super umgeschaltet, machen ein super 2:0, das wieder mal Abseits ist. Ich weiß nicht, wie oft das jetzt passiert ist, wo wir Tore machen und sie werden zurückgepfiffen. Aber es ist dann halt so.

Ist es zu einfach zu sagen, dass, wenn Zuschauer dagewesen wären, man es vielleicht geschafft hätte, so einen Rückstand wettzumachen, weil man wieder ein bisschen mehr Wind unter den Flügeln gehabt hätte? Oder ist das zu populistisch?

Nein das kann man nicht sagen, aber insgesamt ist es natürlich so, dass wir uns am Anfang völlig damit abgefunden haben, aber jetzt über die Länge ohne Zuschauer ist es schon deprimierend, das muss man schon sagen. Wir haben das am Anfang versucht auszublenden, aber es ist schon schade, dass du immer vor leeren Stadien spielen musst.

Sie haben noch den Vorteil gegenüber Leverkusen, dass sie nicht in diesem engen Rhythmus, in dieser engen Taktung spielen müssen. Ist das jetzt gut, dass man sagen kann, nächste Woche arbeiten wir hart und machen es dann besser?

Ja wir haben letzte Woche schon sehr gut gearbeitet, nach dem Spiel gegen Union Berlin, und das hat man ja auch gesehen, wie wir ins Spiel gekommen sind. Aber dann unglückliche Entscheidungen gegen uns und für Leverkusen. Die Rücknahme der Roten Karte ist entscheidend. Lucas Höler, wird gefoult am Strafraum, sonst kann er allein durchlaufen und macht das 2:0. Das ist gnadenlos. Normalerweise macht er das Tor und dann ist gut.

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