Christian Streich und seine Jungs nach dem 4:3-Sieg gegen Hoffenheim (Foto: imago images, IMAGO / Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga

Im Kampf um Europa und gegen Nervosität: Christian Streich blendet Tabelle aus

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Trainer Christian Streich vom SC Freiburg will im Bundesliga-Saisonendspurt weiter keine Gedanken an die Tabellensituation verschwenden. Das mache ihn nervös, sagte der 56-Jährige.

"Die Ausgangsposition scheint gut", sagte Freiburgs-Trainer Christian Streich vor dem Heimspiel gegen Union Berlin am Donnerstag: "Mich vor dem Spiel damit auseinanderzusetzen, macht mich nervös. Du hast nichts und redest über Dinge, die vermeintlich einfach sind. Das sind Dinge, die dich auf den falschen Weg führen. Und ich möchte nicht nervös sondern gelassen sein."

Auch bei seiner Mannschaft habe er trotz Tabellenplatz vier und dem Champions-League-Einzug vor Augen keine Veränderungen festgestellt. Mit einem Remis am Samstag (15.30 Uhr) wäre zumindest die Europa League bereits fix. "Was interessieren mich irgendwelche Fantasien", nachher läuft es in die andere Richtung", führte Streich aus:

Sie können sich nicht vorstellen, wie schlecht ich gelaunt bin, wenn ich mir vorgestellt habe, dass irgendwas funktioniert und nachher funktioniert es nicht. Damit möchte ich andere Leute nicht konfrontieren.

Außerdem habe sein Team mit Union "ein dickes, dickes Brett zu bohren", sagte der dienstälteste Trainer der Liga weiter: "Ihre Disziplin und Ordnung gegen den Ball ist extrem schwer zu bespielen." Die Freiburger sind allerdings seit vier Spielen ungeschlagen und erzielten in jedem ihrer vergangenen vier Spiele, inklusive DFB-Pokal gegen den HSV, mindestens drei Tore.

Freiburgs Trainer kritisiert vollen Terminplan: "Absoluter Wahnsinn"

Im Zusammenhang mit der Rückkehr von Verteidiger Matthias Ginter zum SC hat Streich den vollen Terminplan im Profifußball kritisiert - vor allem für Spieler mit internationalen Einsätzen. "60 bis 70 Pflichtspiele in einer Saison ist absoluter Wahnsinn", so der Freiburger Fußball-Lehrer. Das habe man auch an Ginter gesehen. In der letzten Zeit habe man "gemerkt, dass er müde war, dass ihm einiges schwer fiel" sagte der SC-Coach über den 28-Jährigen. "Wir müssen schauen, dass er wieder in die Frische kommt, mental und körperlich."

Streich freut sich "wahnsinnig" über die Rückkehr Ginters, sieht ihn aber nicht als Eins-zu-eins-Ersatz für Nico Schlotterbeck, der nach der Saison zu Borussia Dortmund wechselt. Der eine sei Links-, der andere Rechtsfuß, zudem seien sie sehr unterschiedliche Typen. "Nico ist ein aufgeweckter, fröhlicher Mensch, er hat uns sehr gut getan", erklärte der Trainer. Er sei sicher, dass Schlotterbeck sich in den letzten Spielen "zerreißen wird, dass wir den maximalen Erfolg haben".

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Streich erwartet Abschied von Mittelfeldmann Janik Haberer

Mittelfeldspieler Janik Haberer wird den SC Freiburg unterdessen wohl zum Saisonende verlassen. "Es sieht so aus, dass - es ist nicht festgeschrieben bis jetzt - der Janik den Verein aller Wahrscheinlichkeit nach verlässt und eine neue Herausforderung sucht", sagte Streich. "Das ist okay. Er hat viele Jahre hier gespielt. Er hat sich voll für uns eingesetzt und wir haben uns voll für ihn eingesetzt." Es sei für den Spieler, dessen Vertrag endet, "nicht immer ganz einfach" gewesen.

Haberer spielt seit 2016 in Freiburg. Seitdem wurde er immer wieder mal von Verletzungen zurückgeworfen, liebäugelte zwischenzeitlich aber auch mit einem Wechsel. In der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga bestritt er bislang 25 Partien für die Badener. Schon im März hatte SC-Sportvorstand Jochen Saier gesagt, dass sich der Club auf einen Abschied des 28-Jährigen im Sommer einstelle.

Gulde zurück im Kader, Saison für Schade eventuell vorbei

Während Innenverteidiger Manuel Gulde in den Kader zurückkehrt, könnte die Saison für Kevin Schade wegen einer hartnäckigen Bauchmuskelverletzung bereits beendet sein. Dem bereits seit zwei Monaten fehlenden U21-Nationalspieler droht womöglich gar eine Operation.

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