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Seit Ende Oktober, als sich Alexander Schwolow am Knie verletzte, war der Keeper zum Zuschauen verdammt. Gegen Mainz feierte der 27-Jährige sein Comeback für den SC Freiburg und zeigte eine super Leistung.

Die Freiburger Spieler klatschten ab und ließen sich in der Kurve von ihren Fans feiern. Schließlich hatten die Breisgauer ordentlich Grund zu jubeln: Die Streich-Elf besiegte den 05-Fluch und sicherte sich mit dem 2:1-Auswärtssieg den ersten Bundesliga-Sieg in Mainz. Einen großen Beitrag dazu leistete auch Alexander Schwolow, der nach dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder zwischen den Pfosten stand und mit einer super Leistung überzeugte.

"Es war echt keine einfache Zeit, wenn du immer zuschauen musst", sagte Schwolow im Rückblick auf das Spiel. Ende Oktober hatte er sich beim 0:2 bei Union Berlin einen Muskelfaserriss im Knie zugezogen. Ausgerechnet gegen Mainz zurückzukehren, machte die Ausgangssituation für den gebürtigen Wiesbadener allerdings nicht leichter: denn in den letzten drei Partien gegen die Nullfünfer kassierte Schwolow acht Gegentore. "Deswegen tat es jetzt umso mehr gut, dass du ein gutes Spiel gemacht und der Mannschaft geholfen hast."

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Schwolow verdrängt Flekken im Freiburger Tor

Bereits im Dezember war der 27-Jährige ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Ein Einsatz in der Rückrunde wäre allerdings zu früh gekommen, Schwolow war noch nicht hundertprozentig fit. Es gab auch keinen Grund zur Eile. Ersatzkeeper Mark Flekken präsentierte sich stark. Der Niederländer bestritt in Schwolows Abwesenheit insgesamt zehn Liga- und Pokalspiele. Eine dauerhafte Alternative? Freiburg wäre nicht Freiburg, wenn die Verantwortlichen um Christian Streich Schwolow mit seiner Verletzung bestrafen und ihn nicht wieder zurück ins Tor holen würden. Flekken reagierte enttäuscht, aber verständnisvoll. "Er kann da auch nichts dafür, er ist weiterhin die Nummer Eins. Das wusste ich, als ich hier her gewechselt bin", sagte der Niederländer im Wintertrainingslager.

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Streich attestiert Schwolow "super Leistung"

Dass es keine Entscheidung gegen Flekken, sondern für Alexander Schwolow war, betonte Trainer Streich nach der Partie gegen Mainz. "Mark Flekken hat super gespielt in der Zeit als Schwolow verletzt war." Umso höher ist jedoch auch die Leistung Schwolows einzuschätzen. Der Druck war groß, Schwolow hielt ihm stand. Das war eine "super Leistung, mental und wie er den da gegen Mateta hält in der ersten Halbzeit, wirklich super", freute sich der SC-Trainer für seinen Schützling.

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Es war eine von vielen Paraden. Sie geben der neuen, alten Nummer Eins das nötige Selbstvertrauen zurück. Den Rückhalt des Trainers, der Mannschaft und der Fans hat er schon mal. Auch dank des Erfolgs am Wochenende, bei dem der Mainz-Fluch endlich besiegt wurde.

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