Nico Schlotterbeck mit seiner Familie bei seinem ersten Länderspiel in Sinsheim.  (Foto: IMAGO, IMAGO/Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga

Die Schlotterbecks - eine völlig fußballverrückte Familie

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Früher musste sich die Familie Schlotterbeck oft aufteilen, um beide Söhne spielen zu sehen. Inzwischen brauchen sie nur noch zum SC Freiburg fahren. Oder, wie am Samstag, zum Länderspiel nach Sinsheim.

Mutter Susanne, SC Freiburg Profi Keven, genau wie Bruder Nico Linksfuß und Innenverteidiger, und Vater Marc: Eine Fußballer-Familie durch und durch. Und in Sinsheim mit sehr viel Unterstützung unterwegs, so war auch Oma Helga mit von der Partie. "Die ganze Familie kommt, meine Mutter, Onkels, Tanten, Cousinen, Cousins. Auch Keven ist dabei", sagte Mutter Susanne vor dem Spiel mit langsam steigender Anspannung.

Vater Marc ging es da ganz ähnlich. "So aufgeregt wie heute war ich noch nie vor einem Spiel, weil es sehr wichtig für den Nico ist. Das hat er sich verdient, wir sind sehr stolz auf ihn." Auch Bruder Keven freute sich für den kleinen Bruder. "Es macht einfach eine riesige Freude, ihm zuzusehen", sagte der 24-Jährige.

Oma Helga mit schonungsloser Analyse

Und der 22-Jährige Nico Schlotterbeck machte ein gutes Spiel - defensiv hatte er nicht allzu viel zu tun, offensiv glänzte er immer wieder mit guten Flanken und Zuspielen.

"Hat er gut gemacht, der Kleine", stellt Keven nach dem Schlusspfiff strahlend fest. "Ich glaube, er weiß, was er am Schluss gemacht hat. Hat er ja direkt zugegeben." Gemeint war Nicos Fehler kurz vor Spielende, als er einen Elfmeter verursachte. Zum Glück rettete Torhüter Kevin Trapp und parierte den Strafstoß.

Ebenso charmant wie schonungslos fiel Oma Helgas Analyse des deutschen Offensivspiels aus. "Die Stürmer, das ist ja eine Katastrophe. Der Flick muss ja beinahe einen Herzinfarkt gekriegt haben, was die nicht rein bekommen haben."

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Schlotterbeck organisiert jede Menge Karten

Nico Schlotterbeck hatte übrigens das Familientreffen im Vorfeld bestens organisiert. "Ich musste tatsächlich zwischen 35 und 40 Karten besorgen", sagte Schlotterbeck nach dem Spiel. "Ich bin richtig stolz, dass sie mich so unterstützen."

Ein Familientreffen der Schlotterbecks bei Länderspielen. Nach diesem gelungenen Debüt von Nico Schlotterbeck kann sich die ganze Familie zukünftig wohl auf so einige weitere Treffen freuen.

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