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Florian Müller durchlebte in der vergangenen Woche ein Wechselbad der Gefühle. Auf die Degradierung zur Nummer zwei beim FSV Mainz 05 folgte der Wechsel zum SC Freiburg. Beim 3:2-Erfolg in Stuttgart feierte er gleich eine erfolgreiche Premiere.

Der Sieg beim VfB Stuttgart war für den Keeper der positive Abschluss einer turbulenten Woche. Nachdem sich Mainz-Trainer Achim Beierlorzer gegen ihn und für Robin Zentner bei der Wahl zum Stammtorhüter entschieden hatte, war die Enttäuschung zunächst groß. Auf diese "nicht so schöne Nachricht" folgte bereits einige Tage später der Wechsel zum SC Freiburg. Die Badener waren nach der Verletzung von Mark Flekken auf der Suche nach einer neuen Nummer eins. Dass es dann so schnell ging, kam auch für denn 22-jährigen Müller überraschend. "Ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat."

Selbstkritisch trotz starker Leistung

Bei seinem Debüt im Freiburg-Trikot sah es zunächst nach einem deutlichen Sieg seines Teams aus. Nach der zwischenzeitlichen 3:0-Führung musste Müller aber noch zweimal hinter sich greifen. Beim ersten Gegentor kam er weit aus seinem Gehäuse, um den Winkel für VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic zu verkürzen. Keine besonders glückliche Aktion von Müller, der selbstkritisch anmerkt: "Da hätte ich vielleicht weiter hinten bleiben müssen." Allerdings gibt er zu bedenken, dass bei solchen Situationen eine gute Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüter gefragt ist. Viel Zeit dafür blieb nicht seit seiner Ankunft in Freiburg. Das Feintuning dürfte aber mit jeder weiteren Trainingseinheit und jedem weiteren Spiel besser werden.

Trotzdem war es Müller, der seinen Freiburgern am Ende die drei Punkte sicherte. In der Nachspielzeit entschärfte er einen verdeckten Schuss von Philipp Klement. Der Ball war erst spät für Müller zu sehen und zwang ihn zu einer Glanzparade. Gerade in dieser Situation zeigte der junge Torhüter, warum ihn der SC Freiburg verpflichtet hat.

"Zu Null wäre noch ein Tick besser gewesen"

Durch den Wechsel nach Südbaden hat Müller jetzt im zweiten Anlauf die Chance, sich als Stammkeeper in der Bundesliga zu beweisen. Sollte er von Verletzungen verschont bleiben, wird der zweimalige U21-Nationaltorhüter zumindest so lange das Freiburger Tor hüten, bis der verletzte Flekken wieder fit ist. Der Einstand mit dem ersten Sieg im ersten Spiel ist schon mal gelungen. Trotzdem sieht Müller noch Steigerungspotenzial: "Zu Null wäre noch ein Tick besser gewesen", meinte der ehrgeizige Keeper am Tag nach dem Spiel. Vielleicht klappt es ja im zweiten Anlauf.

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