Die Freiburger bejubeln das 1:0 gegen Meppen.  (Foto: Getty Images, IMAGO / Werner Scholz)

Fußball | 3. Liga

Sieg in Meppen - Freiburg II bleibt oben dran

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Martin Bromber

Am 19. Spieltag der 3. Liga hat die zweite Mannschaft des SC Freiburg, in einer über weite Strecken sehr sehenswerten Partie, beim SV Meppen mit 2:1 gewonnen und rückt auf Tabellenplatz drei vor.

Die viertplatzierten Freiburger wollten nach zwei Spielen ohne Sieg beim SV Meppen endlich wieder einen Dreier einfahren. „Wir müssen ein sehr gutes Spiel auf den Platz bringen, um in Meppen zu punkten“, sagte Freiburgs Trainer Thomas Stamm vor der Partie und brachte mit Kenneth Schmidt einen in der Winterpause in den Profikader berufenen Innenverteidiger.

Freiburg geht durch Strafstoß in Führung

Doch die Partie spielte sich zunächst vor dem Tor der Hausherren ab. Jordy Makengo brachte den Ball lang in den Strafraum. Vincent Vermeij köpfte aus fünf Metern frei aufs Tor, traf aber nur den Pfosten (7.). Zwei Minuten später brachte Meppens Steffen Puttkammer Merlin Röhl im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Timo Gerlach zeigte sofort auf den Punkt. Vincent Vermeij verwandelte den fälligen Strafstoß zur Freiburger Führung (10.).

Ausgleich zählt nicht

Erst nach knapp 20 Minuten gelang es dem SV Meppen, die dynamischen Freiburger Angriffe unter Kontrolle zu bekommen und sich mittels einiger Standard-Situationen Spielanteile in der Freiburger Spielhälfte zu erarbeiten. Nach einer unübersichtlichen Situation im Freiburger Fünf-Meter-Raum lag der Ball dann tatsächlich im Tor. Aufgrund einer Abseitsposition des vermeintlichen Meppener Torschützen Lukas Mazagg gab Schiedsrichter Gerlach den Treffer nicht.

Freiburg kontert erfolgreich

In einer mittlerweile sehr ausgeglichenen Partie kamen die Gäste zur nächsten Großchance. Vermeij schloss nach einem Doppelpass mit Merlin Röhl ab, doch Meppens Keeper Erik Domaschke konnte sehenswert parieren (31.). Freiburgs Torhüter Noah Atubolu konnte sich im Gegenzug beim Pfosten bedanken (33.). Den köpfte Meppens Marvin Pourié nach einer Hereingabe von Marius Kleinsorge an (33.). Die Meppener waren bei diesem Angriff hoch aufgerückt und ließen den Gästen viel Platz zum Kontern. Makengo brachte den Ball vom linken Flügel in den Strafraum und legte quer auf Julian Stark. Der schob aus acht Metern zur 2:0-Pausenführung für die Gäste ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ersetzte Philip Fahrner den verletzten Mika Baur.

Stark verpasst den Doppelback

Auch der zweite Durchgang startete intensiv. Die Chance zum Anschlusstreffer hatten die Hausherren bereits nach zwei Minuten. Christoph Hemlein wurde per Chip-Pass im Strafraum bedient und konnte aus kurzer Distanz abschließen. Freiburgs Torhüter Atubolu parierte in letzter Sekunde mit dem Fuß (47.). Die Meppener konzentrierten sich einmal mehr zu sehr auf die eigene Offensive und ließen den Freiburgern zu viel Raum. Julian Stark konnte allerdings, nach einer Flanke von Ji-han Lee, den freistehenden Kopfball nicht verwandeln (51.).

Meppen gelingt der Anschlusstreffer

Und wieder waren es die Standard-Situationen, die die Hausherren zurück in die Partie brachten. Nach einem Eckball von Christoph Hemlein wurde es im Freiburger Strafraum undurchsichtig. Marius Kleinsorge behauptete das Leder und spielte es die Torlinie entlang. Am zweiten Pfosten war Markus Ballmert zur Stelle und traf zum 1:2 (59.).

Freiburger Kräftemanagement zahlt sich aus

Die Freiburger wirkten nach dem Anschlusstreffer hektisch und unkonzentriert. Erst nach gut zehn Minuten hatten die Breisgauer den Schock verdaut und konnten die Partie wieder etwas beruhigen. Die Gastgeber suchten, vom Publikum angetrieben, weiter zielstrebig den Weg nach vorne, konnten sich aber gegen die eher abwartenden Freiburger keine hochkarätigen Chancen erarbeiten. Am Ende sollte sich die Taktik der Gäste auszahlen. Den Breisgauern gelang es, die Meppener Angriffe in den letzten zehn Minuten der Partie erfolgreich zu verteidigen und sich für ihre engagierte Leistung zu belohnen. Durch den 2:1-Sieg kletterten die Freiburger auf Rang drei der Tabelle.

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Martin Bromber

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