Nach Freiburgs Unentschieden in Leipzig: Christian Streich hadert mit der Leistung des Schiedsrichters (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Freiburg rutscht in die "Mini-Krise" - Trainer Streich hadert mit der Schiedsrichterleistung

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Der Abwärtstrend des SC Freiburg hält an. Am siebten Bundesliga-Spieltag unterlagen die Breisgauer bei RB Leipzig mit 0:3 (0:1) - das sechste sieglose Spiel in Serie. Trainer Christian Streich macht sich Sorgen.

Am ersten Spieltag trumpfte der SC Freiburg im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart eine Stunde lang bärenstark auf, führte mit 3:0. Am Ende wurde es beim 3:2-Auswärtssieg der Badener bei den Schwaben zwar noch einmal eng, aber der Saisonstart war gelungen. Doch in den nächsten sechs Spielen gelangen nur drei Remis, drei Mal setzte es eine Niederlage. Ein besorgniserregender Trend - auch für SC-Coach Streich.

Streich: "Müssen den Kopf oben behalten"

"Wir müssen uns sortieren und schauen, dass wir den Kopf oben halten", befand der 55-Jährige nach dem 0:3 seiner Mannschaft bei RB Leipzig. Vor allem in der Defensive wirkten die Breisgauer überfordert. Ibrahima Konate (26. Minute), Marcel Sabitzer (70., Foulelfmeter) und Angelino (89.) hatten den klaren Erfolg für die Sachsen herausgeschossen.

Streich war aber vor allem mit der Leistung seines Teams in der ersten halben Stunde unzufrieden. "Die ersten 30 Minuten waren schwierig", kritisierte er: "Ab der 30. Minute waren wir auf Augenhöhe. Es war ein ganz offenes Spiel."

Und zwar bis zum Elfmeter in der 70. Minute, den Leipzig zum 2:0 nutzte. Christopher Nkunku war von Freiburgs Mittelfeldspieler Nicolas Höfler zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Strafstoß. Der Videoassistent bestätigte die Entscheidung. Zwayer verzichtete darauf, die strittige Szene selbst am Bildschirm zu prüfen.

"Habe immer gedacht, es muss ein Foul geben"

Eine Entscheidung, die SC-Coach Streich nach der Partie nicht fassen konnte "Es stört mich nicht. Er soll einfach machen, was er denkt", murrte der 55-Jährige, nachdem er zuvor lange mit den Offiziellen diskutiert hatte, legte dann aber doch noch einmal frustriert nach: "Heutzutage heißt es 'Kontakt'. Es gab einen Kontakt. Ich habe immer gedacht, es muss ein Foul geben." Und weiter: "Mit dem Elfmeter war es dann entschieden."

Günter: "Ein extremer Killer"

Auch Linksverteidiger Christian Günter sah in der Entscheidung die Schlüsselszene des Spiels - und konnte sie ebensowenig wie sein Trainer nachvollziehen: "Das war ein extremer Killer. Den zu pfeifen, ist für mich ein Wahnsinn."

Günters Abwehrkollege Dominique Heintz monierte sogar die Einstellung. "Der letzte Wille fehlte uns. Ich nehme da uns als gesamte Mannschaft in die Pflicht", sagte der Innenverteidiger: "Da müssen wir uns wieder verbessern."

Nach der Pause geht es gegen Mainz

Für Freiburg geht es jetzt darum, nach der Länderspielpause den gefährlichen Abwärtstrend zu stoppen und sich aus der "Mini-Krise" zu befreien. Dann empfangen die Breisgauer das noch sieglose Schlusslicht Mainz 05.

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"Die Tendenz ist nicht gut. Uns fehlt im Moment das Glück, das wir letztes Jahr hatten", sagte Streich und blickte voraus: "Gegen Mainz müssen wir die Köpfe frei kriegen und schauen, das wir ein gutes Spiel machen. So wie zuletzt gegen Leverkusen zuhause." Das allerdings hatte der SC - trotz phasenweise ansprechender Leistung - mit 2:4 verloren.

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