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Vor dem Spiel des SC Freiburg am Sonntag gegen den FC Augsburg hat sich Trainer Christian Streich auch zur Debatte um die anstehenden Länderspielreisen und die Suche nach einem Bundestrainer geäußert.

Fußball-Bundesligist SC Freiburg wird seinen Nationalspielern zumindest die Reise zu einem Teil der bevorstehenden Länderspiele ermöglichen. "Wir lassen die Spieler zwei Spiele gehen", sagte Trainer Christian Streich am Freitag. "Dann kommen sie zurück. Dann gibt es gewissermaßen eine Auszeit, in der Tests stattfinden und sie nicht bei uns auf dem Trainingsplatz sind, und dann kommen sie ziemlich kurzfristig wieder zur Mannschaft."

Streich will Spielern Chance auf EM wahren

Die mögliche Quarantäne für die Profis nach ihrer Rückkehr ins Badische nehme der Club in Kauf. "Und dann schauen wir", meinte Streich, wer beim darauffolgenden Liga-Spiel gegen Gladbach "dabei ist oder nicht". Es müssten "sehr schwierige Entscheidungen" getroffen werden, sagte der Coach. "Es steht eine Europameisterschaft vor der Tür. Vincenzo (Grifo) ist auch eingeladen." Ließe man die Spieler nun nicht zu ihren Nationalteams, hätten sie womöglich auch nicht die Chance, bei der EM dabei zu sein. Man werde verantwortungsvoll handeln und alle Regeln befolgen, betonte Streich. "Wir sind aktuell in Abstimmungsgesprächen mit den für uns relevanten Nationalverbänden, um - wie auch schon in den zurückliegenden beiden Abstellungsperioden - für alle Seiten gute Kompromisslösungen zu finden", erklärte Freiburgs Sportdirektor Jochen Saier. "Risikogebiete, Mutationsgebiete und Quarantänebestimmungen spielen in diesen Einzelfallabstimmungen natürlich eine Rolle."

Streich: Andere Kandidaten auf Bundestraineramt vor ihm

Angespochen auf das Amt des Bundestrainers, sieht sich Trainer Christian Streich nicht als ernsthaften Kandidaten. "Heute gibt es so viele Nachrichtenportale, da muss auch irgendwas über mich stehen, ich bin ja schließlich Bundesligatrainer", kommentierte der 55-Jährige die Gerüchte. Die Diskussion erübrige sich beim Blick darauf, was andere potenzielle Kandidaten wie ein Hansi Flick oder Ralf Rangnick "schon in ihrer Karriere geleistet haben".

Flicks Ablenkungsmanöver?

Dass Flick ihm selbst den Bundestrainerposten zutraut, schmeichelte Streich. Doch, glaubt er, habe der Bayern-Coach mit seinem Lob ein anderes Ziel verfolgt. "So konnte er von sich weggehen. Da stehe ich aber gerne für den Hansi zur Verfügung", sagte der dienstälteste Trainer der Liga mit einem Grinsen. Flick hatte Streich am Dienstag die Qualität für den Bundestrainerposten bescheinigt. "Ich traue dem Christian alles zu. Er hat enorme Qualität, er hat eine Idee vom Fußball, wie er Fußball spielen will, von daher traue ich ihm alles zu", hatte Flick gesagt.

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