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Wirbel um den Stadion-Neubau des SC Freiburg. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der Verwaltungsgerichtshof Spiele zu bestimmten Uhrzeiten in der neuen Arena verboten hat. Jetzt will der Gerichtshof seinen Beschluss überprüfen.

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim will sein offenbar auf Basis von veralteten Lärmschutz-Werten ausgesprochenes Verbot von Abendspielen im neuen Stadion des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg überprüfen. Zuvor hatte das Regierungspräsidium Freiburg angekündigt, Anhörungsrüge zu erheben und auf eine Änderung des Beschlusses hinzuwirken.

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Dieser verbietet Spiele nach 20 Uhr sowie sonntags zwischen 13 und 15 Uhr. "Wenn das Regierungspräsidium wie angekündigt Anhörungsrüge einlegt, wird in diesem Verfahren eingehend zu prüfen sein, ob tatsächlich nicht aktuelle Lärmgrenzwerte zugrunde gelegt wurden", sagte ein VGH-Sprecher am Donnerstag. "Und - falls ja - ob das Auswirkungen auf die ausgesprochene teilweise Nutzungsuntersagung hat."

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So reagiert der SC Freiburg

Der SC Freiburg reagierte umgehend auf diese Stellungnahme. "Wir begrüßen die Ankündigung des VGH, seinen Beschluss zu prüfen", so Finanzvorstand Oliver Leki. "Wir gehen davon aus, dass es im Ergebnis zu keinen Einschränkungen für den SC Freiburg kommen wird." SC-Cheftrainer Christian Streich, sonst auf Pressekonferenzen um keinen Kommentar zu einem gesellschaftlich relevanten Thema verlegen, gab sich außergewöhnlich einsilbig.

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Auf die Frage, ob er die Einsprüche einzelner Bürger gegen den Stadion-Bau nachvollziehen könne, antwortete Streich: "Jeder soll das machen, was er meint, machen zu müssen. Jeder werde nach seiner Facon glücklich". Dabei merkte man dem Fußballlehrer an, dass er zu diesem Thema noch ganz viel zu sagen hätte. Aber es scheint offensichtlich Strategie des Vereins zu sein, diese Diskussion nicht noch mehr zu befeuern.

Viel Wirbel um Lärmwerte

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der zuständige Verwaltungsgerichtshof (VGH) bereits am 2. Oktober den "unanfechtbaren Beschluss" gefällt hatte, wonach die Arena aus Gründen des Lärmschutzes während üblicher Anstoßzeiten nicht für Fußballspiele genutzt werden darf. Laut einer Mitteilung des VGH betrifft dies die "täglichen Ruhezeiten zwischen 20 und 22 Uhr", die "sonntäglichen Ruhezeiten zwischen 13 und 15 Uhr" sowie die "Nachtzeit ab 22 Uhr".

Demnach könnten die Freiburger allein in der Bundesliga am Freitagabend, Samstagabend und Montagabend keine Heimspiele bestreiten und auch mögliche Sonntagsspiele um 13:30 Uhr nicht ausrichten. Auch im DFB- oder im Europapokal wären damit keine Abendspiele möglich.

Beruht der Beschluss auf falschen Grenzwerten?

Das Regierungspräsidium Freiburg beharrte in einer Stellungnahme vom Mittwochabend jedoch auf einer korrekten Baugenehmigung, wodurch der VGH-Beschluss nicht zu halten sei: Aus der Entscheidungsbegründung ergebe sich, dass der Beschluss "auf veralteten Lärmgrenzwerten beruht". Dies habe der Verwaltungsgerichtshof zwischenzeitlich selbst eingeräumt. Das Regierungspräsidium will eine "Anhörungsrüge" erheben und den Beschluss ändern lassen. "Im Ergebnis dürfte dies für das Stadion zu keinen relevanten Einschränkungen der Betriebszeiten führen", wird Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag in der "Badischen Zeitung" zitiert.

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Der Ursprung der VGH-Entscheidung liegt in einer vom Regierungspräsidium Freiburg am 15. November 2018 erteilten Baugenehmigung "für die Errichtung eines Fußballstadions mit Nebenanlagen im Freiburger Stadtteil Brühl". Dagegen beantragten mehrere Bewohner des nahe gelegenen Stadtteils Mooswald gerichtlichen Eilrechtsschutz. Das Stadion für rund 35.000 Zuschauer befindet sich derzeit im Bau und soll etwa 76 Millionen Euro kosten. Zur kommenden Saison will der Sport-Club umziehen.

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