Janik Haberer (li.) war beim SC Freiburg lange von der Bildfläche verschwunden - und ist jetzt wieder zurück (Foto: imago images, Poolfoto)

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Plötzlich wieder gefragt - Janik Haberer und sein Comeback beim SC Freiburg

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Janik Haberer war beim SC Freiburg lange von der Bildfläche verschwunden. Ohne dass es absehbar gewesen war, kam der Mittelfeldspieler jetzt im Spiel beim FC Bayern München (1:2) zum Einsatz. Trainer Christian Streich kann ihn wieder brauchen.

Plötzlich ist Janik Haberer beim SC Freiburg wieder gefragt. Völlig überraschend gehörte der lange verletzte Mittelfeldspieler in der Auswärtspartie beim FC Bayern zum ersten Mal seit dem vergangenen Juni wieder zum Kader. Wegen des Verletzungspechs der Breisgauer wurde er beim 1:2 sogar gleich eingewechselt. Und angesichts der Personalprobleme im Mittelfeld könnte der 26-Jährige bereits im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Mittwoch, 20:30 Uhr) wieder gefordert sein.

Haberer lange Zeit außen vor

Dabei stand zwischenzeitlich in Frage, ob Haberer überhaupt noch einmal eine Rolle beim Sport-Club spielen würde. Im Sommer dachten viele, er würde den Verein verlassen, auch Trainer Christian Streich hatte mit dem Abschied gerechnet. Streich reagierte in den vergangenen Monaten stets schmallippig, wenn er auf Haberer, der lange Zeit ein Leistungsträger seiner Mannschaft war, angesprochen wurde. "Er trainiert jetzt wieder mit der Mannschaft", sagte Streich lediglich vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim vor knapp zweieinhalb Wochen.

Zwischenzeitlich hatte der badische Bundesligist durchblicken lassen, dass mannschaftsinterne Aussprachen nötig sein würden, um Haberer wieder zu integrieren. Das lag weniger an seiner langen Ausfallzeit als an seiner offensiv kommunizierten Wechselabsicht, die sich auch wegen der Verletzung zerschlagen hatte. Monatelang war von einer Sprunggelenkverletzung und einer externen Reha in der Heimat die Rede, weil der Spieler und sein Berater das so wollten. Erst im Oktober gab der Verein bekannt, dass Haberer einen Wadenbeinbruch und einen Syndesmoseanriss hatte - zumal eine weitere Operation nötig wurde, um eine Platte wieder zu entfernen.

"Wir werden eine gemeinsame Lösung finden, wenn er wieder am Ball ist", hatte SC-Pressesprecher Sascha Glunk Mitte Oktober erklärt. "Wenn er fit und gesund ist, ist er Teil der Mannschaft", fügte Streich für seine Verhältnisse sehr wortkarg hinzu. Erst seit Anfang Dezember ist der gebürtige Allgäuer Haberer wieder zurück in Freiburg.

Plötzlich wieder auf dem Feld

Ohne eine vorherige Ankündigung war Haberer dann in München dabei. Er ersetzte in der 55. Minute den verletzten Amir Abrashi (Unterschenkelprellung), der selbst wegen der frühen Verletzung von Baptiste Santamaria (Kapselverletzung im Knie) in den Anfangsminuten eingewechselt worden war.

Gegen Frankfurt werden nun vermutlich gleich drei zentrale Mittelfeldspieler fehlen, da zudem Nicolas Höfler aufgrund seiner fünften Gelben Karte pausieren muss. Streich kündigte noch in München an, die Ausfälle eventuell mit taktischen Veränderungen zu kompensieren und gab sich kämpferisch: "Wir sind sehr eng beieinander, eine stabile verschworene Einheit, und wir werden wieder eine Mannschaft auf den Platz bringen, die am Mittwoch fighten wird."

Möglicherweise kann auch Haberer dann zeigen, dass er sich wieder als vollwertiges Mitglied dieses Teams sieht.

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