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Schon seit 15 Jahren fährt der SC Freiburg zur Saisonvorbereitung ins Alpental Montafon - nach Schruns. Beständigkeit - das trifft für diese Vorbereitung auch auf die Kaderbesetzung zu, allerdings mit frischen Impulsen aus dem eigenen Nachwuchs.

Im Gegensatz zum vergangenen Sommer ist das Team von Christian Streich weitgehend zusammengeblieben. Keine Abgänge von Leistungsträgern wie im Vorjahr, als beispielsweise Robin Koch, Alexander Schwolow, Mike Frantz oder Luca Waldschmidt den Verein verließen. Es ist ein stabiles Gerüst und ein funktionierendes Teamgefüge vorhanden, das ermöglicht, sechs Spieler aus dem eigenen Nachwuchs fest zu den Profis hochzuziehen.

 Wer sind die Youngster?

Torhüter Noah Atubolu wird das Torhüter-Trio um Mark Flekken und Benjamin Uphoff ergänzen. Der 19-Jährige hatte seinen Vertrag verlängert und stammt aus der Jugend des Sport-Club. Er war in der vergangenen Saison mit der zweiten Mannschaft in die 3. Liga aufgestiegen und soll dort auch weiter Spielpraxis sammeln.

Freiburg

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Auch Innenverteidiger Kimberly Ezekwem hat in der zweiten Mannschaft überzeugt, seinen Vertrag vorzeitig verlängert und ist in die erste Mannschaft aufgerückt. Kiliann Sildillia und Noah Weißhaupt haben sogar schon bei den Profis getroffen. Beim 2:1-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken sorgten nämlich die beide Youngster für die Treffer.

Ebenfalls in die erste Mannschaft gerückt: Die beiden Offensivspieler Nishan Burkart und Kevin Schade. Kevin Schade war in der vergangenen Saison genau wie Nishan Burkart auch in der zweiten Mannschaft im Einsatz.

Lob von Nico Schlotterbeck für die Teamkollegen

Für Nico Schlotterbeck, der von seiner Leihe zu Union Berlin zurückgekehrt ist, gehört das in Freiburg dazu. Am Rande des Trainingslagers sagt er im Interview mit SWR Sport: "Die Jungs haben in der letzten Saison einfach eine sehr gute Saison gespielt in der Regionalliga", das habe er aus der Ferne beobachtet. "Und das ist jetzt einfach der Lohn dafür, dass die hier hochkommen", so Schlotterbeck. Als Voraussetzung dafür müsse das Teamgefüge stimmen und "wenn du keinen Leistungsträger verlierst, ist das Teamgefüge eh gut".

Teamkollege Philipp Lienhart ergänzt im SWR Sport-Gespräch, dass alle jungen Spieler "reif für die erste Mannschaft" seien. Er selbst wolle jetzt den nächsten Schritt machen und sowohl auf als auch neben dem Platz mehr Verantwortung übernehmen.

Zukunft von Nico Schlotterbeck offen

Ob der U21-Europameister Nico Schlotterbeck die Saison in Freiburg startet, ist noch offen. Mit dem erfolgreichen EM-Turnier hat er auf sich aufmerksam gemacht. Seit seiner Rückkehr aus Berlin wohne er zwar immer noch bei seinem Bruder, das ist allerdings kein Zeichen dafür, dass Freiburg nur eine mehrwöchige Zwischenstation ist, betont er. Und weiter: "Ich schließe nichts aus, ich bin erstmal hier, es ist ganz normal, dass solche Gerüchte aufkommen." Er müsse jetzt einfach schauen, was der nächste Schritt für ihn sei. "Jetzt bin ich hier. Wenn ich hier bleibe, werde ich hier auch mein Bestes geben. Ich gehe erstmal davon aus, dass ich hier bleibe."

Nils Petersen: "Bin überwältigt"

Routinier Nils Petersen zeigte sich vom Potential, das diese jungen Spieler mitbringen, kürzlich im Interview mit SWR Sport überzeugt: "Es ist selten, dass man so einen guten U23-Jahrgang erwischt, bei dem man sagt: Wir müssen uns gar nicht woanders bedienen. Man hat wirklich super Pferde im eigenen Stall." Er sei davon selbst überwältigt: "Da ist Wahnsinnspotenzial, wo einem angst und bange wird, weil man selber mit 18 noch nicht so gut war."

Christian Günter bleibt Kapitän

Am Mittwochabend, nach dem Abendessen im Teamhotel in Schruns, stand die Wahl des Spielführers für die kommende Saison auf dem Plan. Dort gab es keine Überraschung: Christian Günter bleibt auch in der kommenden Saison der Kapitän des SC Freiburg. Den Mannschaftsrat bilden zudem Jonathan Schmid, Nils Petersen, Vincenzo Grifo und Mark Flekken.

Unentschieden im Testspiel gegen FC Vaduz

Das Trainingslager in Schruns startete vor einer Woche mit einem Testspiel gegen den FC Vaduz. Der SC tat sich vor allem zu Beginn gegen den Schweizer Zweitligisten, der allerdings auch schon länger in der Vorbereitung ist, schwer. Nach der Führung für das Team aus Liechtenstein glich Nicolas Höfler mit einem verwandelten Handelfmeter zum 1:1-Endstand aus. Trainer Christian Streich sagte zu dem Spiel in den Vereinsmedien, er habe gute Sachen gesehen, "aber auch weniger gute wie die Präzision im Passspiel und das Zweikampfverhalten beim ein oder anderen".

Testspiel gegen Leverkusen

Es sei deshalb wichtig, "dass wir in dieser Hinsicht hart trainieren, damit es besser wird, als es heute war", so der Coach. Einen Tag vor der Abreise, am kommenden Freitag, steht der letzte Härtetest an: das Testspiel gegen Bundesliga-Konkurrent Bayer Leverkusen im österreichischen Wattens. Da zeigt sich dann, was die schweißtreibenden Einheiten vor dem Bergpanorama im Alpental Montafon gebracht haben.

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