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Obwohl der SC Freiburg früh durch Roland Sallai in Führung ging (10.), verlor die Elf von Christian Streich mit 1:2 bei Borussia Mönchengladbach. Kurz vor Schluss jubelten die Freiburger zwar noch einmal, aber Schlotterbecks Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Gegen den direkten Konkurrenten aus Gladbach hat der SC Freiburg einen Dämpfer im Rennen um Europa hinnehmen müssen. Die Gäste konnten zwar bereits nach zehn Minuten durch Roland Sallai in Führung gehen, doch Marcus Thuram (53./60.) traf nach der Pause innerhalb von sieben Minuten doppelt für die Borussia, die zuvor fünf Heimniederlagen in Folge kassiert hatte. Durch den zweiten Sieg in Serie überholte die Fohlenelf auch den SCF, der in der ersten Halbzeit noch klar überlegen war.

Freiburg mit starker erster Hälfte

"Ich erwarte ein offensives und spannendes Spiel", hatte Christian Streich vor dem Anpfiff gesagt - er behielt recht. Gladbach drückte aufs Tempo und kombinierte gefällig, während Freiburg clever auf Konter lauerte. Gleich der erste saß: Ermedin Demirovic bediente aus vollem Lauf Sallai, der im Strafraum aus sieben Metern ins rechte Eck einschob. Oscar Wendt sah in seinem 300. Pflichtspiel für die Borussia nicht gut aus.

Nach dem furiosen Start blieb das Bild unverändert: Die hoch pressende Borussia hatte mehr von der Begegnung, spielte sich gefällig durch das Mittelfeld, fand aber kein Durchkommen. Gefährlich wurde es nur auf der Gegenseite: Wieder passte Demirovic auf Sallai, der jedoch am glänzend reagierenden Yann Sommer scheiterte (22.). Die Borussia wirkte nun verunsichert, verlor schnell den Ball und lief immer wieder in schnelle Gegenstöße. Vor allem der für den verletzten Nico Elvedi in die Startelf gerückte Innenverteidiger Jordan Beyer hatte gegen die flinken Freiburger Mühe. Zur Pause verzeichnete die Borussia keinen einzigen Schuss aufs Tor und durfte sich nach einer weiteren Großchance von Lucas Höler (45.+1) bei Sommer bedanken, nur mit 0:1 in Rückstand zu liegen.

Freiburg mit Pech am Ende

Nach der Pause stellte Rose auf eine Dreierkette mit dem eingewechselten Denis Zakaria im Zentrum um, das Spiel kippte innerhalb weniger Minuten. Erst fälschte Baptiste Santamaria einen Schuss von Thuram unhaltbar ab, wenig später zündete der Franzose nach einem Pass von Christoph Kramer den Turbo, umkurvte Schlussmann Florian Müller und schob ins leere Tor ein. Die kurzfristig ohne Vincenzo Grifo (Corona-Quarantäne) spielenden Freiburger wirkten konsterniert, knüpften nicht mehr an ihre starke erste Halbzeit an und überließen der Borussia das Feld.

In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte Keven Schlotterbeck dann sogar noch den vermeidlichen Ausgleich für den SC. Doch der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition von Lucas Höler nicht. "Es ist extrem bitter, aber auf der Leistung können wir aufbauen", sagte SC-Kapitän Christian Günter.

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