Nicolas Höfler (Foto: IMAGO, IMAGO / ANE Edition)

Fußball | Europa League

Keine Angst im Hexenkessel: SC Freiburg mit souveränem Sieg in Piräus

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Pirmin Styrnol

Der SC Freiburg hat sein Europa-League-Spiel bei Olympiakos Piräus souverän gewonnen. Michael Gregoritsch glänzte im griechischen Hexenkessel mit einem Doppelpack.

Durch Tore von Doppelpacker Michael Gregoritsch (25./53 Spielminute) und Nicolas Höfler (5.) hat der SC Freiburg einen souveränen und ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Olympiakos Piräus eingefahren. Die Breisgauer übernehmen damit die Tabellenführung in der Gruppe G.

Wie schon beim 2:1-Sieg gegen den aserbaidschanischen Vertreter Qarabag Agdam startete der SC Freiburg mit viel Selbstvertrauen und teilweise hohem Pressing. Bereits in der ersten Spielminute überraschten die Breisgauer so die griechischen Hausherren. Vincenzo Grifo lief die gegnerische Verteidigung aggressiv an, der überraschte Innenverteidiger Ousseynou Ba spielte den Ball am rechten Straufraumeck in die Füße von SC-Angreifer Daniel-Kofi Kyereh. Den zu ungenauen Abschluss des Neuzugangs aus St. Pauli konnte Piräus-Keeper Tomas Vaclik jedoch parieren.

Perfekter Beginn des SC Freiburg in Piräus

Nur fünf Minuten zielte Nicolas Höfler genauer. Einen Halbfeldfreistoß von Vincenzo Grifo bugsierte der Mittelfeldmann per Kopf ins lange Eck zur 1:0-Führung für den SC Freiburg. Ein Einstand nach Maß. In der Folge zeigten sich die Freiburger spielbestimmend, Olympiakos Piräus schaffte es selten vors Breisgauer Gehäuse. Stattdessen hatte Freiburg sogar Möglichkeiten auf 2:0 zu erhöhen. Michael Gregoritsch traf in der 13. Minute jedoch nur den Außenpfosten und scheiterte kurze Zeit später ebenso an Vaclik (18.) wie Kyereh (20.).

In der 23. Minute belohnte sich die Streich-Elf dann endlich für ihr bis dahin souveränes Spiel. Nach einem leichten Durcheinander in der Piräus-Abwehr steckte Kyereh den Ball an den Fünfmeterraum zu Gregoritsch durch, der mit voller Wucht unter die Latte abschloss. Das hochverdiente 2:0 für Freiburg. Die Piräus-Anhänger quittierten die schwache Leistung ihres Teams daraufhin mit viel Pyrotechnik-Einsatz - Schiedsrichter Matej Jug aus Slowenien unterbrach die Partie daraufhin für rund zwei Minuten (30.).

Piräus kommt kaum zum Abschluss

Erst in der 38. Minute kam Olympiakos zur ersten echten Torchance. Ui-Jo Hwang scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an SC-Torwart Marc Flekken. Im direkten Gegenzug parierte der starke Vaclik gegen Ritsu Doan. So ging es mit 2:0 für Freiburg in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann wie ein Spiegelbild von Hälfte eins. Freiburg drückte, von Piräus kam nicht viel. Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff verlängerte Philipp Lienhart eine Flanke an den Fünfmeterraum und fand dort Gregoritsch, der abermals aus rund fünf Metern Torwart Vaclik überwand und zum 3:0 traf.

Streich schont Stammpersonal

Nach der klaren Freiburger Führung flachte das Spiel ein wenig ab. Piräus konnte nicht, Freiburg musste nicht mehr und so plätscherte die Partie vor sich hin, ohne dass sich echte Torchancen ergeben wollten. So konnte Christian Streich bereits in der 60. Spielminute damit beginnen, sein Personal zu schonen. In der 62. Spielminute kamen Jeong und Schade für Kyereh und Gregoritsch. Sieben Minuten später ersetzte Nils Petersen Ritsu Doan.

In der 77. Spielminute hätte Vincenzo Grifo nach einem weiteren Abwehrpatzer sogar auf 4:0 erhöhen können, vergab jedoch knapp. Eine Minute später verließ auch er gemeinsam mit Kiliann Sildillia das Feld. Ersetzt wurden sie durch Lukas Kübler und Yannik Keitel. Die Schlussviertelstunde endete ohne nennenswerte Szenen. So siegte der SC Freiburg am Ende souverän und hochverdient mit 3:0.

Freiburg erobert Tabellenführung

Im Parallelspiel der Gruppe G gewann Qarabag Agdam gegen den FC Nantes mit 3:0. Dadurch steht der SC Freiburg nach zwei Spielen auf dem ersten Platz der Gruppe. Am dritten Spieltag trifft Freiburg am 6.10. um 21:00 Uhr zuhause auf den FC Nantes.

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Pirmin Styrnol

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