Christian Streich (Foto: imago images, imago)

Fußball | Bundesliga

Übertrifft Streich gegen Fürth Bestmarke von Volker Finke?

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Christian Streich ist als Trainer des SC Freiburg weiter auf Rekordjagd. Mit seinem 105. Sieg in der Bundesliga würde er die Bestmarke, die er sich mit Volker Finke teilt, übertreffen. Wissen will er vor der Partie beim Tabellenletzten davon aber nichts.

Über seinen erfolgreichen Vorgänger Volker Finke möchte Christian Streich nicht großartig sprechen. Dabei gäbe es in diesen Tagen allen Grund dazu. Mit einem weiteren Sieg, dem 105. als Coach des SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga, könnte Streich Finke als Trainer mit den meisten Erfolgen bei den Breisgauern ablösen. Unter Finke hat der Sport-Club 1994/95 die bislang beste Saison der Vereinsgeschichte gespielt.

Finke sieht Freiburg auf dem Weg in die Champions League

Platz drei bedeutete damals den Einzug in den UEFA-Pokal, denn für die Champions League war nur der Meister qualifiziert. Heute sieht Rekordhalter Finke den SC als Tabellenfünften auf einem guten Weg zu einer ähnlich erfolgreichen Runde, und er wünscht es sich auch. "Ich hoffe, dass sie Vierter werden", sagte der 73-Jährige und er traut den Freiburgern die Champions-League-Premiere auch zu. "Ich finde es grundsätzlich super, wenn Volker optimistisch ist, das kann man so stehen lassen. Ich muss nicht immer alles kommentieren", sagte Streich bei der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth am Samstag (15.30 Uhr).

Christian Streich: "Schaut nicht auf die Tabelle"

16 Jahre und 340 Bundesliga-Spiele benötigte Finke für 104 Siege. Streich hat diese Marke am vergangenen Wochenende bereits in seinem 313. Bundesliga-Spiel eingestellt. "Wir haben eine tolle Saison und noch alles zu gewinnen", sagte Streich, aber er rät seinen Spielern: "Schaut nicht auf die Tabelle." Die Fürther erwartet er trotz ihrer jüngsten 1:6-Niederlage gegen RB Leipzig "auf Augenhöhe".

Von der heftigen Niederlage der Franken dürfe sich niemand blenden lassen. "Wir haben gegen Dortmund auch fünf gekriegt", erinnerte der SC-Coach. Dass die Breisgauer öffentlich weiter tiefstapeln, obwohl sie seit dem zweiten Spieltag in der Tabelle nie schlechter als auf Platz sechs standen, hält ihr Ex-Trainer Finke für richtig. "Es erhöht die Chancen, weiterhin erfolgreich zu sein", sagte er, "es ist viel unangenehmer, wenn man als Aspirant für die Champions League ins Spiel geht und das in die Köpfe der Spieler kriecht." Nach Ansicht von Finke ist es für die Freiburger "ein Ausnahmejahr: Sie gewinnen auch die Spiele, in denen der Gegner mehr Ballbesitz hat".

Volker Finke lobt Freiburger Kombinationsfußball

Außerdem würden sie einen "gefährlichen und guten Kombinationsfußball" spielen, hätten ihre Effektivität verbessert und eine "sehr gut besetzte Bank". So könnte wohl nur ein Corona-Ausbruch dem Sport-Club noch die sehr gute Saison verderben, glaubt der Ex-Coach. Bei der Meisterschaft und den Bayern spielt diese Thematik nach Einschätzung von Finke keine Rolle, "aber auf allen anderen Plätzen kommt es schon darauf an, ob man zu den Vereinen gehört, bei denen es sich in der Pandemie gut gefügt hat, also bei denen nie zu viele Leistungsträger gleichzeitig aus dem Rennen waren". Beim Sport-Club fehlten zuletzt auch drei Leistungsträger mit Covid-19-Infektion, von denen nach derzeitigem Stand nur Maximilian Eggestein in Fürth wieder dabei sein kann.

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