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Beim 1. FSV Mainz 05 hatte Floran Müller im Sommer den Zweikampf mit Robin Zentner um die Nummer eins verloren. Ersatzkeeper zu sein - das war dem 23-Jährigen zu wenig. Er wechselte zum SC Freiburg und ist dort Stammkeeper. Am Sonntag (15:30 Uhr) kommt es zum Duell mit seiner früheren Mannschaft.

Grundsätzlich hatte sich Florian Müller die Tabellensituation in der Bundesliga so ähnlich gewünscht, als er Mitte September vom 1. FSV Mainz 05 zum SC Freiburg wechselte. "Sie sollen hinter uns bleiben, aber den Klassenerhalt schaffen", sagt der 1,90 Meter große Torwart heute - vor dem Heimspiel des Sport-Clubs gegen die Rheinhessen: "Aber ich würde mir natürlich beide Mannschaften weiter oben wünschen."

Müller: "Ein bisschen komisch"

Während Freiburg vor dem achten Spieltag Tabellen-14. ist, sind die Mainzer, bei denen Müller zunächst im Jugendinternat ausgebildet und dann zum Profi wurde, mit nur einem Punkt Letzter. Ein "bisschen komisch" sei es schon, nun gegen die Jungs anzutreten, mit denen er sich zunächst auf die Saison vorbereitet hatte, ehe ihn Freiburg für ein Jahr auslieh.

Dass er die Gegenspieler sehr gut kenne, sei aber nicht unbedingt ein Vorteil. "Denn sie kennen mich genauso gut", erklärt Müller. Beim FSV war ihm kurz vor dem Saisonstart mitgeteilt worden, dass nicht er, sondern Konkurrent Robin Zentner die Nummer eins sein wird. Deshalb folgte der Schritt nach Freiburg, der für ihn genau der richtige war. Denn nach der schweren Armverletzung von Mark Flekken war dort plötzlich die Stelle des Stammkeepers zu besetzen.

"Noch mehr zeigen, was ich gut kann"

"Es gibt nicht viele Vereine, die besser zu meinem Spiel gepasst hätten", sagt er. "Vielleicht kann ich jetzt noch mehr zeigen, was ich gut kann." Mitzuspielen habe in Mainz jedenfalls nicht zum Anforderungsprofil eines Torwarts gehört.

Das aber kann er jetzt - und überzeugt vom ersten Einsatz an mit guten Leistungen. Auch wenn Freiburg seit dem Auftaktsieg beim VfB Stuttgart vergeblich auf einen weiteren Drei-Punkte-Erfolg wartet und in sieben Spielen bereits 16 Gegentore kassiert hat, sieht sich Müller im Team von Trainer Christian Streich am richtigen Ort. "Wir haben eine gute Kommunikation in der Mannschaft", meint der Torhüter.

Viele Querelen in Mainz

In Mainz war die Stimmung dagegen zwischenzeitlich sehr schlecht. Müller ist froh darüber, dass er die dortigen Querelen Mitte September rund um die Mannschaft und Ex-Trainer Achim Beierlorzer nur noch aus der Ferne mitbekam. "Ich wollte da aber auch nicht zu viel nachfragen", sagt er.

"Es wird körperbetont und intensiv"

Zwar hat er mit seinen ehemaligen Mitspielern weiterhin Kontakt, nach den Glückwünschen zu seinem 23. Geburtstag am vergangenen Freitag haben die Nachrichten vor dem direkten Duell aber abgenommen. Wenn seine beiden Vereine jetzt in einer brenzligen Tabellenkonstellation aufeinander treffen, rechnet Müller nicht mit vielen schönen Kombinationen. "Beide brauchen das Ergebnis, es wird sehr körperbetont und intensiv werden", so der Keeper.

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Und nach erst zwei Punkten aus drei Heimspielen ist für ihn ganz klar: "Jetzt müssen wir zu Hause gewinnen, da gibt es keine Diskussionen." Auch wenn es gegen seinen Leihverein geht, bei dem er vor dem Wechsel sieben Jahre lang war - und dem er wünscht, die Abstiegszone bald zu verlassen.

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