Der SC Freiburg bejubelt seinen 2:1-Erfolg gegen den FCK im DFB-Pokal. (Foto: IMAGO, IMAGO / Thomas Frey)

Fußball | DFB-Pokal

Nach Rückstand: Freiburg dreht hitziges Spiel beim FCK

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Nicole Schmitt

Vorjahresfinalist SC Freiburg hat in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern gewonnen. Die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung.

Marlon Ritter brachte die Roten Teufel mit einem sehenswerten Treffer aus 50 Metern nach 33 Minuten gegen die favorisierten Freiburger in Führung. Roland Sallai gelang in der 82. Minute der Ausgleichstreffer für den Vorjahresfinalisten, so dass die Partie erst in der Verlängerung durch den 2:1-Siegtreffer von Freiburgs Neuzugang Ritsu Doan entschieden wurde.

Der FCK beginnt mutig, Freiburg ideenlos

Von Beginn an präsentierten sich die Lauterer bissig. Bereits nach 40 Sekunden sah Julian Niehues für sein Foul an Freiburgs Neuzugang Ritsu Doan die Gelbe Karte. Der FCK stand tief und lauerte auf Konter. Das Schuster-Team kam zwar immer wieder in Tornähe, doch der letzte Pass war meist zu ungenau. Aber auch den Freiburgern fehlte es an Präzision und vor allem Kreativität. Ideenlos und mit wenig Zug zum Tor plätscherte das Spiel des Bundesligisten vor sich hin.

Geniestreich: Marlon Ritter trifft aus 50 Metern

Lauterns Marlon Ritter ließ sich davon nicht einlullen und war in der 33. Minute hellwach: Nach einem Ballverlust von Freiburgs Eggestein auf Höhe der Mittellinie überließ Niehues den Ball für Ritter. Der erkannte, dass SC-Keeper Mark Flekken etwas weit vor dem Tor stand und zog aus etwa 50 Metern einfach mal ab. Flekken kam im Rückwärtslaufen nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball, konnte aber das Tor nicht mehr verhindern. Die Gastgeber führten 1:0. "Der Junge trifft den brutal", kommentierte Flekken den Gegentreffer nach der Partie bei SWR Sport. "Hut ab", so Flekken weiter. "Unser Torwarttrainer hat vor zwei, drei Tagen gesagt, wir sollen mal schauen, der Flekken steht sehr weit vor dem Tor. In dem Moment hab ich gedacht: 'Komm, versuchst du es mal.' Und er ist zum Glück reingegangen", sagte der Torschütze selbst.

Auch in der Folge konnte der SC keine offensiven Akzente setzen, dem Freiburger Angriffsspiel fehlte das nötige Tempo. So nahmen die Lauterer, die in der 2. Bundesliga bereits zwei Saisonspiele absolviert haben, die knappe Führung mit in die Pause.

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Freiburg beginnt nach Seitenwechsel stärker

Freiburgs Trainer Christian Streich nahm Woo-yeong Jeong zur zweiten Hälfte vom Platz und brachte Roland Sallai. Der Ungar sollte für neuen Offensivschwung sorgen. Mit Erfolg: In der 51. Minute erarbeiteten sich die Freiburger den ersten gefährlichen Abschluss im Spiel. Doch Gregoritschs Flachschuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. Nur wenige Minuten später hatten die Breisgauer die nächste Möglichkeit. Aber Rückkehrer Matthias Ginter schaffte es nicht, eine halbhohe Flanke zu verwerten. "Da musst du erstmal ruhig bleiben. Es ging ja richtig zur Sache", sagte SC-Trainer Christian Streich.

Sallai trifft zum 1:1 und rettet Freiburg in die Verlängerung

Nun nahm das Spiel deutlich an Fahrt auf. Das Streich-Team war dem Ausgleich ganz nah, aber auch Lautern nutzte die sich bietenden Räume und kam mit Kontern immer wieder gefährlich vors Tor. Stürmer Terrence Boyd scheiterte allerdings am Freiburger Schlussmann Flekken. Im Gegenzug machte es Sallai besser. Nach einer Ecke von der rechten Seite wurde der eingewechselte Petersen zunächst am kurzen Pfosten geblockt, konnte den Ball aber nochmal quer in die Mitte legen. Am Elfmeterpunkt stand Joker Sallai völlig frei und traf gegen die Laufrichtung von Keeper Luthe in die rechte Ecke zum 1:1 (82.). Mehr war für Freiburg gegen aufopferungsvoll kämpfende Lauterer in der regulären Spielzeit nicht drin. Das Spiel ging in die Verlängerung.

Doans Traum-Freistoß bringt Freiburg in die zweite Runde

Die Breisgauer versuchten zwar weiter, sich Torchancen zu erarbeiten, aber Lautern hielt gut dagegen und kam durch sein Umschaltspiel gefährlich in die Hälfte des SC. "Was die Mannschaft hier abgerissen hat über 120 Minuten, das ist schon herausragend gewesen und macht mich unglaublich stolz", sagte FCK-Trainer Schuster nach der Partie. In der 111. Minute machte Neuzugang Doan dann die Lauterer Träume vom Weiterkommen zunichte und zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern direkt ins Tor zum 2:1-Sieg des SC Freiburg.

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Nicole Schmitt

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