Christian Günter gestikuliert beim Trainingsauftakt SC Freiburg. (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | Bundesliga

Traumduo für Freiburg: Günter-Grifo will noch besser werden

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Kira Rutkowski

Vincenzo Grifo und Christian Günter rocken beim SC Freiburg die linke Seite. Gemeinsam kamen sie in der vergangenen Saison auf insgesamt 27 Tore und Torvorlagen. Was gibt es da noch zu verbessern?

"Wenn man nach dem Urlaub müde ist, dann hat man was falsch gemacht", sagt Christian Günter nach dem Training beim SC Freiburg und lächelt. Der Urlaub habe nach der anstrengenden vergangenen Saison gut getan, aber jetzt fühlt er Vorfreude, "endlich an den Ball zu dürfen, die Jungs zu sehen und wieder zusammen zu arbeiten, um wieder vielleicht große Erfolge zu feiern."

Erfolgreiche linke Seite mit Bundesliga-Bestwerten

Zu dem Erfolg der Breisgauer könnte erneut auch die starke linke Seite der Freiburger beitragen: Vincenzo Grifo und Christian Günter kamen im vergangenen Jahr auf insgesamt 27 Tore und Torvorlagen. Klar, die beiden Standardspezialisten glänzen mit ihren erfolgreichen Variationen nach ruhenden Bällen. Alleine 18 von Grifos ruhenden Bälle führten zu Toren - einsamer Bundesliga-Bestwert.

Aber auch die Statistik aus dem Spiel heraus kann sich sehen lassen: Grifo schlug in seinen 2.792 Minuten Einsatzzeit 47 Flanken aus dem Spiel. Günter ist mit 3.060 gespielten Minuten der Spieler mit den meisten Einsatzminuten der Bundesliga und brachte es auf 95 Flanken aus dem Spiel. Mit neun Torvorlagen ist er Freiburges erfolgreichster Vorbereiter. Beide, Grifo und Günter, sind über Jahre auf der linken Seite eingespielt und verstehen sich bestens.

30 der insgesamt 58 Freiburger Tore in der Saison 2021/22 entstanden über Situationen von links oder halblinks. Bleibt die Frage: Was gibt es da in der Vorbereitung auf die kommenden Saison noch zu verbessern?

Günter: "Es gibt immer was zu optimieren"

"Ich glaube, keinen Spieler der Welt kann man fragen, der irgendwie perfekt ist oder mit seinem Partner zusammen alles perfekt macht", meint Christian Günter. Es gebe genügend Dinge, an denen beide arbeiten könnten. "Und das wissen wir zwei." Es gebe noch einiges zu tun. Konkret meint er zum Beispiel die Feinabstimmungen der beiden. Also wer in welchem Moment den Ball durchsteckt oder wie sie sich positionieren, um die mittlerweile bei den Gegnern bekannte Freiburger Stärke flexibel ausspielen zu können. Dazu schaue er sich auch immer mal Videos an, "was man vielleicht noch einen Tick besser machen kann."

"Saisonziele entwickeln sich"

Auf die Frage, ob der Kapitän schon ein Saisonziel gefasst hat, antwortet er: "Ich glaube, die Ziele werde sich nach und nach entwickeln in der Saison. Natürlich war letztes Jahr ein herausragendes Jahr für uns. Wir wissen aber, dass wir schwierige Aufgaben vor der Brust haben."

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Um diese Aufgaben möglichst erfolgreich zu lösen, ist neben Daniel-Kofi Kyereh, dem Neuzugang aus St. Pauli, auch Matthias Ginter zurück in seiner Heimat. Christian Günter freute sich auf Ginter und die Qualität, die er in die Mannschaft bringt: "Ich glaube, für ihn geht es darum, das einfach auf den Platz zu bringen, Freude zu haben. Und ich glaube, dann werde wir alle an ihm eine Freude haben. Die Mannschaft wird er absolut verstärken, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher."

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Trainingslager in Schruns

Um sich fußballerisch und mental auf die kommende Saison einzustellen, reist die Mannschaft vom 6. Juli bis zum 15. Juli ins Trainingslager nach Schruns in Österreich. Nach dem eher lockeren Wiedersehen und der Vorfreude auf die Saison, geht es wohl an die harte Arbeit, die sich in Freiburg dann wie in der vergangenen Saison auszahlen soll.

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Kira Rutkowski

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