Trotz Freiburger Bundesliga-Rekord: Trainer Christian Streich tritt auf die Euphoriebremse (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

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Trotz Freiburger Bundesliga-Rekord: Trainer Christian Streich tritt auf die Euphoriebremse

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Fünf Bundesliga-Siege in Serie - das gelang dem SC Freiburg nun erstmals in seiner Historie. Leistung und Ergebnis beim Rekorderfolg fielen standesgemäß aus: 5:0 gegen den 1. FC Köln. Die Breisgauer schweben auf Wolke sieben, doch Trainer Christian Streich gibt den Mahner.

Es gibt tatsächlich immer noch einiges, was Christian Streich mit dem SC Freiburg zum ersten Mal kennenlernt. Eine Serie von fünf Siegen gehört dazu, ein 5:0 in der Bundesliga ebenfalls. "Wann erleben wir das mal?", fragte der dienstälteste Erstliga-Trainer nach dem furiosen Nachmittag gegen den 1. FC Köln und meinte das seltene und in seinen neun Jahren als Chefcoach nie erlebte Torfestival.

Seit gut 20 Jahren war das dem SC Freiburg in der Bundesliga nicht in diesem Ausmaß gelungen, seit dem 5:0 im Dezember 2000 gegen den VfL Bochum. Der Trainer damals: Volker Finke. Höher gewannen die Badener noch nie.

Streich: "Müssen die Kirche im Dorf lassen"

Dementsprechend war die Gemütslage bei Streich, der aber keine Euphorie aufkommen lassen wollte. "Ich bin nicht überrascht. Aber man muss immer die Kirche im Dorf lassen. Es war am Anfang ein schwieriges Spiel, aber wir waren gegen den Ball da und haben fast nichts zugelassen. Das ist das Verdienst der ganzen Mannschaft", sagte er: "Köln ist kein einfacher Gegner, die haben in Dortmund gewonnen und in Leipzig gepunktet. Von daher bin ich sehr glücklich."

"Das ist dann einfach mal ein schöner Tag, aber mehr ist es auch nicht

Glücklichsein war also erlaubt, mehr nicht. Streich, den Kölns Coach Markus Gisdol als "besten Trainer der Liga" gerühmt hatte, verzichtete auf überschwängliche Freude. Abheben? Nicht mit ihm. "Das ist dann einfach mal ein schöner Tag, aber mehr ist es auch nicht", sagte er.

"Um Rekorde geht es gar nicht"

Dass der fünfte Sieg nacheinander zugleich eine Vereinsbestmarke bedeutete, war dem 55-Jährigen nicht wichtig. "Um Rekorde geht es gar nicht", stellte er klar: "Wichtig ist, dass wir eine gute Entwicklung haben."

Dank der erfolgreichen Wochen hat sich der SC als Achter seiner Abstiegssorgen vorerst erledigt und reist entspannt zum Duell beim FC Bayern: "Wenn sie uns auseinandernehmen, weil sie so gut sind, dann ist es halt so", meinte Streich gelassen. Aber klar ist auch: In der aktuellen Form sowohl des SC als auch des deutschen Rekordmeisters ist für die Breisgauer definitv etwas drin.

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