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Der SC Freiburg hat schon wieder verloren - am Freitagabend hieß das Ergebnis 0:1 bei Arminia Bielefeld. Trainer Christian Streich reagierte wortkarg. Was wird aus dem Rest der Saison?

Christian Streich war nach dem 0:1 (0:0) auf der Bielefelder Alm äußerst kurz angebunden. Auf die Frage, weshalb sein SC Freiburg gegen den abstiegsbedrohten Aufsteiger Arminia Bielefeld in der zweiten Halbzeit nicht mehr Druck aufgebaut habe, sagte der Fußball-Trainer nur: "Weil wir nicht gut genug waren." Und als er gefragt wurde, ob die Ausfälle von vier SC-Profis Grund für die schwache Leistung am Freitagabend waren, war sein Kommentar: "Hat damit nichts zu tun."

Zu wenig Power in zweiter Halbzeit

Zum Auftritt seiner Mannschaft, die durch ein unglückliches Eigentor von Baptiste Santamaría (68. Minute) verlor, führte der Trainer seine Kritik etwas aus: "Nicht zweikampfstark genug" und "von der Power zu wenig" sei die Leistung in der zweiten Halbzeit gewesen.

Auch bei Fragen zur restlichen Saison äußerte sich der erfahrene Coach knapp und gereizt. Wie er die Mannschaft etwa mit Blick auf die nur noch geringen Chancen im Kampf um die Europapokal-Qualifikation jetzt motivieren wolle? "Verstehe ich nicht die Frage, als ob wir nicht immer motiviert wären in jedem Spiel", antwortete Streich. Freiburg steht bei noch sechs Spielen auf Rang zehn der Tabelle. Zuletzt gab es vier Niederlagen in fünf Liga-Spielen.

Günter: Niederlagen waren "extrem unnötig"

SC-Kapitän Christian Günter formulierte bei DAZN die Zielsetzung für den Rest der Saison so: "Gute Leistungen bringen und Spiele gewinnen. Die Niederlagen zuletzt gegen Gladbach und nun gegen Bielefeld seien "extrem unnötig" gewesen.

Stürmer Nils Petersen, der nach seiner Corona-Infektion zunächst nur auf der Bank saß und erst in der 69. Minute eingewechselt wurde, äußerte im Interview mit SWR Sport am Samstag eine ähnliche Meinung wie Günter: "Momentan machen wir Mannschaften wie Mainz und Bielefeld wieder stark im Abstiegskampf." Der Abstand zu diesen Teams sei lange "schön groß" gewesen und man wolle ihn nicht schmelzen lassen. "So ein Spiel wie gestern wird uns noch lange nachhängen", sagte Petersen weiter. "Das sind verlorene Punkte."

Schlotterbeck: "Das kratzt an uns"

Ähnlich sah es sein Teamkollege Keven Schlotterbeck. "Dass wir in den letzten Spielen nicht so erfolgreich waren, das kratzt schon an einem", sagte der Freiburger Abwehrspieler: "Es ist natürlich nicht schön, wenn man verliert. Wir müssen schauen, dass wir wieder besser werden, vielleicht auch mal ein dreckiges 1:0 holen. Wir müssen nächste Woche eine Reaktion zeigen und zuhause gewinnen."

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