Luca Waldschmidt (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Christian Streich und die Sorge um Torjäger Waldschmidts Trauma

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Im Länderspiel gegen Weißrussland hatte sich Luca Waldschmidt, der Torjäger des SC Freiburg, schwer verletzt. Jetzt hoffen alle auf eine schnelle Genesung.

Die Erleichterung und das Aufatmen bei Christian Streich waren spürbar. "Die Operation am Jochbein ist gut verlaufen", so der Trainer SC Freiburg am Donnerstag über den aktuellen Gesundheitszustand von Luca Waldschmidt. Dem 23-jährigen Nationalstürmer war am Montag in der Freiburger Uniklinik der gebrochene Jochbeinknochen stabilisiert worden. Auch die weiteren Blessuren an Knie (Außenbandriss) und Bein (unter anderem Anriss am Syndesmoseband) werden hoffentlich in den nächsten Wochen auch gut verheilen, so Streich, "diese Verletzungen müssen nicht operiert werden, Luca hat ja jetzt genügend Zeit, um das auszukurieren".

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Ängste nach dem Zusammenprall sollen abgebaut werden

Vielmehr als um die Physis von Luca Waldschmidt macht sich Christian Streich derzeit eher Gedanken um die mentale Aufarbeitung des Zusammenpralls mit dem weißrussischen Torhüter Alexander Gutor letzten Samstag in der EM-Qualifikation in Mönchengladbach: "Dieses Trauma mit dem Zusammenprall müssen wir aufarbeiten, da sind wir dran", so der Sportclub-Coach, "das ist ja auch bei Unfällen so, wenn du wieder in eine ähnliche Situation kommst, dann sagt dir der Körper unterbewusst ´nicht dort hinlaufen, nicht rückwärts laufen´, und dann knickst du um und keiner weiß warum zum Beispiel". Christian Streich verweist auf das Phänomen des menschlichen Körpers und dessen Komplexität: "Der Körper sagt, ich habe eine schlechte Erfahrung gemacht, das ist abgespeichert und da wollen wir nicht mehr hin".

Streich: "Luca kam noch relativ glimpflich davon"

Freiburgs Pysiotherapeuten und Osteopaten werden sich gezielt um Luca Waldschmidt kümmern, um auch Folgeverletzungen zu verhindern. Und genau an diesem Punkt wollen Streich und seine Freiburger Mitarbeiter bei Luca Waldschmidt ansetzen: "Er muss wieder ins Lot und in die Balance kommen". Wenn der junge Nationalstürmer in einigen Wochen wieder ins Training einsteigt, sollen entsprechende Hemmungen oder Ängste in ähnlichen Situationen oder Zweikämpfen verhindert werden, das sei das Wichtigste: "Das geht, das werden wir aufarbeiten, wir haben Leute, die das können".

Generell, so Streich, sei Luca Waldschmidt bei seiner Verletzung "noch relativ glimpflich davongekommen, das hätte alles viel schlimmer enden können, wenn der Torhüter mehr Gewicht gehabt hätte oder die Situation etwas anders verlaufen wäre". Christian Streichs persönliche Prognose für eine Rückkehr von Luca Waldschmidt: "Sollte er im Januar wieder auf dem Trainingsplatz stehen, dann wären wir alle sehr glücklich".

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