SC Freiburg (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga Streich freut sich über breiten Freiburg-Kader

Ein maßgeblicher Grund für den außergewöhnlichen Saisonstart des SC Freiburg ist der breite Kader. Dadurch verschärft sich auch die Konkurrenzsituation, was Trainer Streich vor dem Spiel gegen Frankfurt jedoch keine Kopfschmerzen bereitet. Im Gegenteil.

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Nicht mal um seine Torhüter muss Christian Streich sich Sorgen machen. Sein Stammkeeper Alexander Schwolow fällt zwar weiter wegen eines Muskelfaserrisses aus, aber der Coach des SC Freiburg hat ja noch Mark Flekken. Seit Schwolows Ausfall überzeugt der niederländische Ersatztorwart mit starken Leistungen, darum wolle er den Platz demnächst auch "nicht freiwillig räumen", wenn Schwolow wieder fit ist. Streich gefällt die verhaltene Kampfansage, "solche Probleme habe ich gerne", fand der Trainer.

Es ist ja mittlerweile auch nichts Ungewöhnliches mehr für ihn. Denn die Konkurrenzsituation im Tor steht sinnbildlich für die im gesamten SC-Kader in dieser Saison. Streichs Aufgebot ist so breit und so ausgeglichen wie noch nie - vielleicht ist der SC auch deshalb so gut in eine Bundesliga-Saison gestartet wie noch nie. Ein besonderes Beispiel dafür ist jenes von Vincenzo Grifo, der italienische Nationalspieler stand nach seiner Rückkehr in den Schwarzwald erst beim 2:2 in Bremen am vergangenen Wochenende erstmals in der Bundesliga-Startelf.

Gut besetzte Bank - Streich froh über Einsatz von Ersatzspielern

Streich hat schon mehrfach betont, dass die gut besetzte Bank ein Grund für den erfolgreichen Saisonstart ist. Auch die Nationalspieler Changhoon Kwon (Südkorea) und Brandon Borrello (Australien) mussten sich gedulden, und bekamen nicht nur von Petersen für ihren Einsatz in den Schlussminuten in Bremen ein Sonderlob. "Ich war echt froh, dass sie mal wieder drin waren", sagte Streich, der auch Roland Sallai mit einbezog, der erstmals in der Liga zur Startelf gehörte.

Nach einer unbefriedigenden ersten Saison beim SC, in der er monatelang verletzt ausfiel, war der ungarische Nationalspieler hochmotiviert, fand sich aber - bis auf die Pokalspiele - immer auf der Bank wieder. Für Streich gab es bislang kaum Grund zum Wechseln. Die Mannschaft harmonierte und die Ergebnisse stimmten, dazu blieben die Freiburger bis vor zwei Wochen von Verletzungssorgen verschont. "Jetzt haben wir ein paar Baustellen und wissen noch nicht, wie es bei einigen am Sonntag aussieht", sagte der SC-Coach vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Luca Waldschmidt gegen Frankfurt wieder fit

Luca Waldschmidt ist nach seiner Mittelfußverletzung zwar wieder fit, neben dem gesperrten Janik Haberer wird aber auch Amir Abrashi (muskuläre Probleme) fehlen, und bei Nicolas Höfler (Gehirnerschütterung) und dem angeschlagenen Jonathan Schmid könne erst kurzfristig entschieden werden. Fallen sie aus, wäre das eine Chance für Spieler, die zuletzt nur kurz oder gar nicht zum Einsatz kamen. "Wir sind gottfroh, dass wir die Situation so haben", sagte Streich. Er habe auch nichts dagegen, wenn die personellen Entscheidungen "nochmal schwerer werden". Mark Flekken jedenfalls wird es ihm so schwer wie möglich machen.

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