Christian Günter ist in Freiburg mittlerweile verwurzelt (Foto: Imago, beautiful sports)

Fußball | Bundesliga SCF-Urgestein Günter und die Liebe zu Freiburg

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Seit fast 14 Jahren ist Christian Günter Spieler des SC Freiburg. Ein Urgestein und Fanliebling - einer, auf den sich Trainer Christian Streich verlassen kann. Im Interview mit SWR Sport verrät der 26-Jährige, warum Freiburg die richtige Stadt für ihn ist und wie seine Zukunft aussieht.

Die Sommerpause ist vorbei - am Schwarzwald-Stadion wird wieder gejubelt. Einige hundert Fans haben sich bei strahlendem Sonnenschein vor dem Schwarzwald-Stadion versammelt, jubeln und klatschen in die Hände. Dass es in der Sonne fast 34 Grad sind, interessiert hier kaum jemanden. Denn in diesem Moment wird das neue Trikot für die kommende Bundesligasaison vorgestellt. "Und hier ist er, mit der Nummer 30 – Christiaaaan Günter". Unter Applaus der wartenden Fans präsentiert Günter das Ausweichtrikot - es ist lila mit neon-gelben streifen. Ein Raunen geht durch die Menge - seine Kollegen Nils Petersen und Dominique Heintz lachen. Das Bad in der Menge haben sie schon hinter sich – mit dem Heim- und Auswärtstrikot, dass bei den Fans für mehr Begeisterung sorgte. Der SC Freiburg trägt nämlich wieder gestreift. "Das rote Trikot ist extrem gut gelungen, wobei ich finde, dass alle drei gut sind. Natürlich ist lila jetzt nicht die Farbe, die man immer trägt. Aber es ist etwas Besonderes und ich glaube auch, dass es bei den Fans gut ankommt", so Günter gegenüber SWR Sport.

Auch die Fans sind begeistert, die Spieler nach ihrem Urlaub wieder zu sehen – insbesondere das "Urgestein" Christian Günter. Seit fast 14 Jahren ist Günter schon beim SCF – so lange wie kaum einer der anderen Spieler. Freiburg sei die perfekte Stadt für ihn, sagt er im Interview mit SWR Sport. "Ich komme aus dem Schwarzwald, ich bin schnell in der Heimat. Hier ist eine tolle Landschaft, man kann viel machen, deshalb fühle ich mich sehr wohl."

Günter: "Angebote von anderen Klubs hat es gegeben"

Aufgewachsen ist Günter in Tennenbronn im Schwarzwald, 65 Kilometer von Freiburg entfernt. Schon in der Jugend spielte er beim SC Freiburg und ist dort bis heute geblieben. Angebote von anderen Klubs, sagt er, habe es einige gegeben und auch Überlegungen zu wechseln, "aber schlussendlich habe ich mich immer wieder dafür entschieden, hier zu bleiben. Weil ich mich einfach wohl fühle, weil ich immer noch das Gefühl habe, ich kann mich hier verbessern und weil es einfach passt. Wir werden sehen wie es in Zukunft ist, wie gesagt, ich fühle mich total wohl und ich kann mir sehr gut vorstellen, hier noch länger zu spielen."

Dauer

"Die Freiburger verzeihen auch mal Fehler"

Was die Stadt Freiburg so besonders macht? Es sind die Menschen, sagt Günter. "Die Menschen sind einfach Mensch geblieben. Es geht auch um das Menschliche, es geht nicht nur um Fußball, das Drumherum ist wichtig. Das merkt man auch in der Stadt – die Menschen verzeihen einem Fehler. Wir können auch mal mehrere Spiele haben, wo wir nicht gut spielen. Aber solange die Leute das Gefühl haben, wir geben alles, stehen sie hinter uns."

Schlechte Spiele gilt es in der neuen Saison zu vermeiden – das Ziel ist klar definiert: "Den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu schaffen, damit wir mit dem Tabellenkeller nicht so viel zu tun haben. Das wird wieder eine große Aufgabe für uns."

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