Nils Petersen (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga Freiburg punktet dank Last-Minute-Petersen

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Der SC Freiburg hat beim Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen durch einen Last-Minute-Ausgleich von Doppelpacker Nils Petersen ein 2:2-Unentschieden erreicht.

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Nils Petersen hat die Höhenflieger des SC Freiburg vor dem zweiten Rückschlag binnen fünf Tagen bewahrt: Der Torjäger sicherte dem Team von Trainer Christian Streich mit seinem Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit ein 2:2 (1:1) bei Werder Bremen. Freiburg hakte damit das ärgerliche Pokal-Aus ab und kann auf die exzellente Ausbeute von 18 Punkten verweisen.

Werder ärgert sich dagegen über das fünfte Unentschieden in Serie, die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt läuft den eigenen Europapokal-Ansprüchen weit hinterher. Werders Offensivstar Milot Rashica traf in typischer Manier zur frühen Führung. Ein Anspiel von Startelf-Rückkehrer Yuya Osako veredelte der Kosovare per Schlenzer in die lange Ecke (9.). Das 1:0 hielt aber nicht lange. Der Ex-Bremer Nils Petersen nutzte einen schweren Patzer von Werder-Keeper Jiri Pavlenka zum Ausgleich (28.).

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Haberer muss mit Rot vom Feld

In einer Druckphase der Gastgeber traf Theodor Gebre Selassie per Kopf dann zur erneuten Führung (59.). In der 88. Minute sah Freiburgs Janik Haberer wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, trotzdem kam der Sport-Club nochmals zurück. Freiburg wollte sich nach der 1:3-Pleite gegen Union Berlin den Pokalfrust von der Seele schießen. Streich brachte in Lucas Höler und Philipp Lienhart zwei frische Kräfte von Beginn an und musste einen unglücklichen Start mitansehen. Erst stand Lienhart bei Werders Führungstreffer schlecht, dann hatte der SCF Pech mit dem Videobeweis. Einen Treffer von Roland Sallai pfiff Schiedsrichter Christian Dingert wegen eines Foulspiels zurück (20.). Werder spielte nach dem überzeugenden 4:1 im Pokal gegen den 1. FC Heidenheim mit frischem Selbstvertrauen.

Kohfeldts Offensive mit dem variablen Osako und dem zielstrebigen Rashica brachte die Gäste immer wieder in Gefahr. Osako verpasste bei zwei guten Gelegenheiten (24./26.) die Chance auf das 2:0. In der Defensive wirkte Werder allerdings anfällig. Vor dem Ausgleich schoss Pavlenka leichtsinnig den lauernden Petersen an, der schließlich freie Bahn hatte. Nach dem Seitenwechsel übernahm wieder Werder die Initiative. Fast immer wenn es gefährlich wurde, hatte dabei Rashica seine Füße im Spiel - wie auch in der 50. Minute: Der 23-Jährige bediente Leonardo Bittencourt, dessen Schuss Freiburgs Torhüter Mark Flekken an den Pfosten lenkte. Kurz später tauchte erneut Rashica vor Flekken auf, schoss den Abpraller aber deutlich über das Tor (54.).

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Sallai stark, Pavlenka stärker

Freiburg hatte sich den Rückstand aufgrund der Passivität zu Beginn des zweiten Durchgangs selbst zuzuschreiben und suchte nach einem Weg zum Ausgleich. Roland Sallai deutete mit einem von Pavlenka entschärften Schuss erste Gefahr an (65.), wenig später versuchte es der Ungar erneut per Fernschuss (72.), bevor auch Mike Frantz verzog (78.). Streichs Team verstärkte nun die Offensivbemühungen deutlich, Werder lauerte auf den entscheidenden Konter.

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"Ich glaube, gerade in der Schlussphase haben wir schon für Furore gesorgt", bilanzierte Nils Petersen nach der Partie. Deshalb sei das Unentschieden durchaus verdient, so der Freiburger Doppeltorschütze. Durch das Unentschieden steht der SC Freiburg jetzt mit 18 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz.

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