Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (Foto: Imago, eu-images)

Fußball | Bundesliga Luca Waldschmidt will jetzt beim SC Freiburg zum Anführer aufsteigen

Luca Waldschmidt will beim SC Freiburg in der kommenden Bundesliga-Saison eine zentrale Rolle einnehmen. Nach Wechselgerüchten als Folge der starken U21-EM hatte er sich klar zu den Badenern bekannt. Seine Entwicklung soll beim SC weitergehen.

Luca Waldschmidt hat beim SC Freiburg noch lange nicht genug. "Die letzte Saison gilt es zu bestätigen und noch einen draufzusetzen", sagte der 23-Jährige im Teamhotel des SC in Schruns und listete auf: "Ich will mehr Spiele von Anfang an machen, am liebsten natürlich 34, die Anzahl an Assists und Toren war ordentlich, aber ohne zu viel Druck auf mich selbst auszuüben, würde ich das gerne erhöhen."

Nach der starken U21-Europameisterschaft soll es nun also beim SC ein Stammplatz in der Startelf sein, im Idealfall sogar Leistungsträger und Anführer. Spekulationen über einen Abschied vom badischen Bundesligisten war er entgegen getreten und hatte sich klar zum Sport-Club bekannt.

Spitzname "Il Bomber"

Seine sieben Tore in fünf Spielen bei der U21-EM hatten für Aufsehen gesorgt. Ihm wurde während des Turniers in Italien der Spitzname "Il Bomber" gegeben, andere Vereine sollen Interesse gezeigt haben.

Vorerst will der Angreifer seine Ambitionen jetzt aber weiter bei den Badenern und Trainer Christian Streich verwirklichen. Er wolle auf dem Platz "unangenehmer und präsenter" werden, mehr Akzente setzen, sagte Waldschmidt. Beim Testspiel gegen den VfB Stuttgart (2:4) zum Beginn des Trainingslagers in Österreich musste der U21-EM-Torschützenkönig nach seinem Sonderurlaub noch zugucken.

In der vergangenen Saison hatte Waldschmidt 30 Spiele in der Bundesliga absolviert, 16 Mal stand er in der Anfangsformation, schoss neun Tore und lieferte drei Vorlagen. Trainer Christian Streich sieht vor allem bei der Defensivarbeit weiteren Verbesserungsbedarf. Der Sport-Club brauche Waldschmidt aber ebenso wie dessen U21-Teamkollege Robin Koch und den österreichischen Junioren-Nationalspieler Philipp Lienhart "unbedingt wegen ihrer Qualität und ihres Elans", sagte der SC-Coach.

Wechselgerüchte um Keeper Alexander Schwolow

Die drei hätten der Mannschaft in der ersten Vorbereitungsphase gefehlt. Das galt aus anderen Gründen auch für Torwart Alexander Schwolow, der wegen Adduktorenproblemen in den ersten drei Wochen nicht auf dem Platz war und erst am vergangenen Wochenende in Schruns wieder eingestiegen ist. Seine Abwesenheit befeuerte die Wechselgerüchte um ihn, die weiterhin nicht vom Tisch sind. Seinen nach dieser Saison auslaufenden Vertrag beim Sport-Club hat der Torwart noch nicht verlängert, weil er sich offen halten wollte, bei einem attraktiven Angebot mit internationaler Perspektive eine neue Herausforderung zu suchen. Ähnlich ist die Situation bei Janik Haberer, der sich jedoch gegen den VfB am Sprunggelenk verletzte.

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