Nils Petersen und Max Kruse treffen sich am Samstag zum direkten Duell (Foto: SWR, imago/Heuberger)

Fußball | Bundesliga Die Bremen-Connection beim SC Freiburg

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Die letzte Bundesliga-Niederlage des SC Freiburg bei Werder Bremen liegt schon über siebeneinhalb Jahre zurück. Seit Christian Streich den SC trainiert, wurde noch kein Bundesliga-Spiel in Bremen verloren.

Die Erfahrungen des SC Freiburg mit Werder Bremen sind durchaus positiv. Nicht unbedingt in der sportlichen Gesamt-Bilanz, da führt Bremen mit elf zu sieben Siegen. Aber mit dem Einkauf von Spielern und Trainern von der Weser.

Nils Petersen war der erste aus dem aktuellen Freiburg-Kader, der aus Bremen zum Sport-Club kam. Das war 2015. Petersen, der für Werder in 69 Spielen 18 Tore erzielte, wechselte an die Dreisam und wurde dort zum Nationalspieler. Mit 29 Jahren! Inzwischen ist der sympathische Stürmer der erfolgreichste Bundesligatorschütze der Freiburger. Sein Wechsel von Bremen zu Freiburg war ein absoluter Gewinn für den SC - und auch für Nils Petersen.

Der temperamentvolle Florian Bruns

2017 kam Florian Bruns zum SC Freiburg. Zunächst Co-Trainer in Bremen, dann beim SC Freiburg. Bruns ist einer, der Fußball lebt, einer, der rund um die Uhr an Fußball denkt und somit perfekt in den Trainerstab der Freiburger passt. Er ist ähnlich temperamentvoll wie Cheftrainer Christian Streich. Bruns liegt deshalb nicht selten im Clinch mit dem vierten Offiziellen. Aber er hat großen Fußballsachverstand.

Und auch im Training ist der 39-Jährige eine große Stütze: Wenn es zahlenmäßig nicht aufgeht, dann springt er ein. Und er kann es immer noch, was so manchen Nachwuchsspieler immer wieder staunen lässt. Bruns bringt Freiburg-Gene mit: Von 1999 bis 2002 spielte er für den Sport-Club in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Sein Wechsel von der Weser an die Dreisam war die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. So oder so - für Freiburg ein Gewinn.

Der bislang letzte, der den Weg vom Norden in den Süden fand, war Jerome Gondorf. Bei Werder war der Mittelfeldspieler nur ein Jahr, dabei meist Ersatzspieler. Das ist er im Moment in Freiburg auch - und trotzdem ein Gewinn für die Mannschaft. Gondorf traf bei Bremen in 21 Spielen nur ein einziges Mal. Beim Sport-Club sind es immerhin schon zwei Tore. Dazu zwei Vorlagen. Er ist da, wenn man ihn braucht. Und brauchen kann ihn der SC, denn der gebürtige Karlsruher ist ein feiner Kerl, der viel Erfahrung mitbringt.

Wiedersehen mit Max Kruse

Am Samstag treffen die Freiburger allerdings auch auf einen, der bei Bremen war, bei Freiburg dann richtig durchstartete und nun wieder bei Bremen ist: Max Kruse. 2012/2013 in 34 Bundesliga-Spielen für Freiburg an 20 Treffern beteiligt (elf Tore, neun Assists), schaffte beim SC den Sprung in die Nationalmannschaft, hat dem Sport-Club also viel zu verdanken.

Inzwischen ist Kruse Kapitän in Bremen und mit zehn Treffern und zehn Assists einer der Besten. Zum Glück hatte er bislang bei all seinen Spielen gegen den Ex-Club Ladehemmung. Nur ein Tor erzielte er seit seinem Weggang 2013 gegen Freiburg. Manche Anhänger sehen dies als Dank Kruses, dessen Karriere beim Sport-Club erst richtig los ging. Vielleicht ist es ja tatsächlich so und Max Kruse hält sich auch am Samstag nordisch nobel gegen seine Freiburger zurück. Nach der 0:5-Klatsche in Mainz würde man sich beim SC darüber durchaus freuen. Nur aus dem 100. Bundesligaspiel von Nils Petersen für den Sport-Club wird vorerst nichts. Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Club ist der Ex-Bremer verletzt.

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