Volker Finke bei der Abschlussveranstaltung des 65. Fußball-Lehrer-Lehrgangs (Foto: Imago, imago images / Eduard Bopp)

Bundesliga | SC Freiburg Volker Finke mit DFB-Ehrenpreis "Lebenswerk" ausgezeichnet

Volker Finke ist Träger des Ehrenpreises “Lebenswerk” des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der 71-jährige ehemalige Freiburg-Trainer erhielt die Ehrung im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 65. Fußball-Lehrer-Lehrgangs.

Der Ehrenpreises “Lebenswerk” wurde Finke von DFB-Präsident Reinhard Grindel überreicht. Volker Finkes Vorgänger sind Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Bernd Schröder und Erich Rutemöller.

"Stolz und glücklich"

"Für mich ist diese Auszeichnung eine große Ehre. Sie macht mich stolz und glücklich. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die mir auf meinem Weg geholfen haben und ohne die meine Karriere nicht möglich gewesen wäre", sagte Finke in Köln. "Ich weiß, wie viel ich Achim Stocker zu verdanken habe. Ansonsten will ich keine einzelnen Personen aufzählen. Ganz grundsätzlich bin ich dankbar, dass es in meinem Umfeld Menschen gab und gibt, die mit der Fußball-Blase nichts zu tun haben. Gerade deren Perspektive war für mich wertvoll und hat mir geholfen, gute Lösungen zu finden für die speziellen Herausforderungen, die das Milieu Fußball mit sich bringt.” Von 1991 bis 2007 war Finke Trainer des SC Freiburg. Ein Höhepunkt: das 5:1 des SC gegen den großen FC Bayern München vor 25 Jahren.

DFB-Präsident Reinhard Grindel erklärte: “16 Jahre an der Spitze einer Mannschaft – bis heute ist die Bestmarke unerreicht, die Volker Finke damit in Freiburg gesetzt hat. (...) Bei seinen Stationen in Japan und als Nationaltrainer Kameruns war er ein herausragender Botschafter des deutschen Fußballs. Die Erfahrungen, die er dabei gesammelt hat, gibt er heute bei seinen Vorträgen im Rahmen des Fußball-Lehrer-Lehrgangs an neue Generationen weiter. Dieses Zusammenspiel ist für mich vorbildlich. Vielen Dank, Volker Finke!”

Oliver Bierhoff, DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie, sagte: “Für mich gehört Volker Finke zu den großen Querdenkern des deutschen Fußballs. Schon mit Havelse und später in Freiburg hat er einen Fußball spielen lassen, der in Deutschland seiner Zeit voraus war. So hat sich Freiburg immer wieder mit bescheidenen Mitteln gegen große Mannschaften behauptet, die Breisgau-Brasilianer sind bis heute ein Synonym für attraktiven und erfolgreichen Fußball."

Drei Bundesliga-Aufstiege, zwei Mal im UEFA-Pokal

Volker Finke begann seine Laufbahn als Trainer 1974 beim TSV Stelingen, wo er bis 1986 arbeitete. Von 1986 bis 1990 war er Trainer beim TSV Havelse, mit dem ihm 1990 der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. 1991 kam Finke nach Freiburg. Seine 16 Jahre beim SC gehören zu den großen Erfolgsgeschichten des deutschen Fußballs. Unter Finke gelangen drei Aufstiege in die Bundesliga, zweimal qualifizierte sich Freiburg für den UEFA-Pokal. Nach seinen 16 Jahren in Freiburg sammelte er wertvolle Erfahrungen im Ausland. In den Jahren 2009 und 2010 in Japan als Trainer der Urawa Red Diamonds, ab Mai 2013 als Nationaltrainer Kameruns. Finke führte Kamerun zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, 2015 gelang die Qualifikation für den Afrika Cup.

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