Die Spieler des SC Freiburg jubeln (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa)

Bundesliga | SC Freiburg Weiter so, aber aufgepasst!

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Der SC Freiburg ist in dieser Bundesliga-Saison einmal mehr ein Club, der positiv überrascht. Aus minimalen Mitteln holen die Breisgauer bisher das Maximum heraus. Deshalb steht der Sportclub nach der Hinrunde im sicheren Mittelfeld.

So lief die Hinrunde

Ja, es gab mal auf die Hose. In Augsburg, in Düsseldorf oder daheim gegen Mainz. Also gegen direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Aber auf der anderen Seite stehen deutlich mehr gute Eindrücke, die der SC Freiburg hinterlassen hat: Siege gegen Wolfsburg, Schalke, Leipzig oder Mönchengladbach und natürlich das Unentschieden beim FC Bayern München. Zurecht steht der SC zur Halbzeit der Saison auf Platz 11.

Auffällig ist, dass es nicht mehr nur den einen Torjäger mit Nils Petersen, wie zuletzt oft, gibt. Luca Waldschmidt traf fünf Mal, Petersen zwei Mal weniger. Und treffsichere Unterstützung kam von Mike Frantz, Jerome Gondorf und Lucas Höler noch dazu.

Wer kommt, wer geht

Vincenzo Grifo ist zurück. Der SC lieh den Regisseur bis zum Saisonende aus Hoffenheim aus. Im vergangenen November feierte der Edeltechniker sein Länderspiel-Debüt für Italien, obwohl es in Hoffenheim für ihn gar nicht so gut lief. Seine bisher erfolgreichste Zeit feierte er in der Bundesliga beim SC Freiburg. Sechs Tore, dazu noch elf Vorlagen in 30 Spielen der Saison 16/17 – so gut war er nie mehr. Deshalb musste Vincenzo Grifo nun nicht lange überlegen.

Ansonsten wird jeder Spieler in Freiburg gebraucht. Verlassen wird den Sportclub kein Profi.

Trainer

Christian Streich hat in seinem jetzt achten Jahr als Cheftrainer in Freiburg schon einiges erlebt. Von Sevilla bis Sandhausen. Deshalb kann den Mann nichts mehr schocken und er bleibt realistisch. Vom aktuellen Tabellenplatz dürfe man sich nicht blenden lassen, meint Streich. 21 bereits geholte Punkte seien gut. Aber nur, wenn in der Rückrunde wieder genug Punkte dazukommen. Denn derzeitige Abstiegskandidaten wie Hannover oder Stuttgart gehen in diesen Tagen auf Einkaufstour.

Erwartungen an die Rückrunde

Weiter so! Bloß nicht in die Nähe der Abstiegszone rutschen. Einige nennen es das graue Mittelfeld, für die Freiburger ist es der Platz an der Sonne. Wird gegen die direkten Konkurrenten gepunktet und gegen den ein oder anderen höher platzierten Klub überrascht, dann sollte das Ziel Klassenerhalt frühzeitig erreicht werden.

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