SC-Trainer Streich in der Sonne (Foto: dpa Bildfunk)

Bundesliga | SC Freiburg Wo für Christian Streich alles begann

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Christian Streichs erste Fahrt als Cheftrainer des SC Freiburg war vor sieben Jahren die ins Trainingslager nach Spanien. Jetzt ist er wieder da und hofft auf einen ähnlich positiven Effekt.

Es ist ja nicht jedermanns Sache, Jahr für Jahr die gleiche Region zu bereisen. Drohende Langeweile ist bei vielen die Angst. Wenn wir in Urlaub fahren. Anders sieht die Sache bei Fußballern aus. Was einmal lieb gewonnen wurde, wird gepflegt und im anschließenden Erfolgsfall auch wieder besucht.

Südspanien als SC-Dauerdomizil

So verhält es sich auch beim Sportclub Freiburg. Vor sieben Jahren fuhr der SC als Tabellenletzter nach Südspanien mit seinem neuen Cheftrainer Christian Streich und legte dort die Basis für den Klassenerhalt im Mai 2012. Damals war es Jerez, heute bereiten sich die Freiburger in Sotogrande auf die Restsaison vor. "Damals war es so, dass niemand mehr erwartet hat, dass wir in der Liga bleiben", blickt Streich als aktuell dienstältester Bundesligatrainer zurück. "Jetzt ist es natürlich anders. 21 Punkte sind gut bis zum jetzigen Zeitpunkt, aber nur wenn Du in der Rückrunde wieder genug Punkte holst. Von dem her müssen wir vorsichtig sein."

Gute Bedingungen bei guter Ausgangslage

Platz 11 nach der ersten Saisonhälfte klingt gut für die Freiburger. Ist aber auch trügerisch bei nur 7 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone. Jetzt erst einmal raus aus dem verschneiten Schwarzwald und hin ins mollige Andalusien. "Hier hast Du ein bißchen Sonne, hier ist es warm. Das tut dann auch der Seele gut.", lobt Streich den beliebten Standort im Süden.

Auftanken für die nächste heiße Phase

Da lohnt sich die vertraute Umgebung in Sotogrande. Spieler und Trainer müssen sich nicht auf Neues einstellen. Hin und wohlfühlen. Tasche abstellen und Kraft tanken. Das ist ganz wichtig, auch SC-Trainer Christian Streich, bei aller Intensität im Fußball-Geschäft. "Mein Leben war schon immer relativ intensiv. Es ist sehr intensiv mit den Erwartungen, mit den Enttäuschungen, mit Niederlagen und außergewöhnlichen Siegen." Die mentale Belastung sei schon unbeschreiblich. Besonders wenn es so eng war, so Streich. Und die nächste spannende Zeit für die Freiburger wird sicherlich kommen. Schafft der SC auch diesmal wieder das Happy End, liegt es sicherlich auch am Winterquartier im Süden Spaniens.

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