Der SC Freiburg ermauert sich einen Punkt gegen den FC Bayern (Foto: Imago, imago images / Eibner)

Bundesliga | SC Freiburg SC Freiburg erkämpft sich einen Punkt gegen die Bayern

Der Druck war enorm, doch der SC Freiburg hielt ihm stand und ermauerte sich einen Punkt gegen den FC Bayern München. Mann des Tages war Torwart Alexander Schwolow.

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Spätestens, als der Ball in der Nachspielzeit an den Pfosten klatschte, dämmerte es auch den letzten Fans im Schwarzwald-Stadion, dass der "Bayern-Dusel" dem Rekordmeister diesmal nicht zum Sieg verhelfen wurde. Wenig später war die Überraschung perfekt: Der SC Freiburg hat dem FC Bayern München einen Punkt abgetrotzt und den Münchnern im Titel-Rennen ein Bein gestellt.

Am Ende hieß es 1:1 nach einem harten Kampf, bei dem vor allem Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow zum Helden wurde. Vor 24.000 Zuschauern im sommerlichen Breisgau begann Freiburg erstaunlich forsch - und wurde früh belohnt. Die Bayern hatten sich noch nicht richtig sortiert, da flankte Christian Günter mustergültig auf den Kopf von Stürmer Lucas Höler, der den Ball unhaltbar ins lange Eck verlängerte (3.). Robert Lewandowski (22.) glich mit seinem 199. Bundesliga-Tor (3.) aus.

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Freiburg begann forsch

Zwar hätte Leon Goretzka (5.) den Münchner Fehlstart beinahe umgehend korrigiert, doch insgesamt wirkte der Rekordmeister überrumpelt vom Freiburger Offensiv-Wirbel. Denn die Gastgeber dachten gar nicht daran, sich zurückzuziehen, sondern spielten weiter munter nach vorne.

Kapitän Mike Frantz (9.) gab den nächsten gefährlichen Torschuss ab. Weil auf der Gegenseite auch Lewandowski (12.) das Tor nur knapp verfehlte, entwickelte sich eine unterhaltsame Partie: Hier klärte Boateng auf der Linie gegen Frantz (18.), dort traf Lewandowski nach einer Ecke aus dem Getümmel zum Ausgleich. Als zudem zwei Kopfbälle von Hummels (29.) und Goretzka (31.) für große Gefahr sorgten, schienen die Bayern endgültig Fahrt aufzunehmen.

München drückt, Freiburg kontert

Doch auch der Sport-Club hatte über Konter weitere gute Gelegenheiten, die beste bei Hölers Schlenzer in die Arme von Ulreich (37.). Bis zur Pause blieb es beim durchaus leistungsgerechten Unentschieden. Nach dem Seitenwechsel drängten die Bayern dann mit Macht auf den zweiten Treffer. Joshua Kimmich (47.) und Lewandowski (50.) verpassten diesen jedoch knapp.

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Mit der Einwechslung von Nationalspieler Serge Gnabry setzte Kovac noch einen Impuls für den Angriff - und hatte prompt eine gute Chance (71.). Ansonsten wirkte Münchens offensives Star-Ensemble gegen die kompakte Defensive der Gastgeber allerdings zunehmend ideenlos. Einzig Boatengs Distanzschuss inklusive anschließendem Nachschuss von James (66.) forderte SC-Torwart Alexander Schwolow zunächst. Freiburg wehrte sich tapfer gegen die vermeintliche Übermacht und setzte selbst immer wieder Nadelstiche. Nach 77 Minuten rettete Schwolow erneut stark gegen Lewandowski, der in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz das Tor verfehlte.

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