Stürmer Nils Petersen vom SC Freiburg (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Schießt Nils Petersen den SC Freiburg endgültig zum Klassenerhalt?

Auf Nils Petersen ist Verlass. Der Nationalstürmer erzielte in der Rückrunde bereits fünf Treffer für den SC Freiburg. Das dürfte auch Bundestrainer Joachim Löw gut gefallen.

Am Samstag hatte Nils Petersen ein Problem. Im Spiel gegen Hertha BSC wurde der Freiburger Torjäger von Magenkrämpfen geplagt. Interviews danach? Bitte nicht. Petersen ging lieber in die Kabine. Erst am Sonntag stand er, wie gewohnt gut gelaunt, für SWR Sport wieder zur Verfügung: "Woher die Magenkrämpfe kamen, das weiß ich nicht", war Petersen auch am Tag nach dem wichtigen 2:1 gegen die Berliner ein bisschen ratlos, "aber nach dem Sieg war das okay, dann nimmt man das auch mal in Kauf".

Elf Punkte Vorsprung auf Stuttgart

Vielleicht, so Petersen, "liegt ja auch ein gewisser Druck auf uns, man muss immer auf den Moment topfit sein, und dann gibt es auch mal Tage, an denen es nicht so gut geht". Am Ende des Tages aber war trotzdem alles gut gegangen. Mit dem hart erkämpften Dreier gegen die unbequeme Hertha aus der Hauptstadt hat sich der SC Freiburg ein Stück vom angesprochenen Druck des Abstiegskampfes befreit: 30 Punkte nach 25 Spieltagen, das ist eine Ansage. Viel wichtiger aber: Satte elf Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz.

"Mitte März 30 Punkte, das hätte vor der Saison jeder so unterschrieben", freut sich Nils Petersen über den gefühlten Klassenerhalt, "natürlich sind wir auch ein bisschen vom Glück verfolgt, auch durch die Ergebnisse der anderen Mannschaften. Gerade der VfB Stuttgart hat in der Rückrunde noch nicht soviel gepunktet. Das kommt uns entgegen, und deshalb haben wir den momentanen Vorsprung. Dazu kommt auch unser gutes Torverhältnis".

Fünf Rückrundentore von Nils Petersen

Apropos Tore: Dafür sorgt Nils Petersen auch in dieser Saison in gewohnter Regelmäßigkeit. Fünf seiner acht Saisontreffer hat der großgewachsene Stürmer in der Rückrunde erzielt. Auch am Samstag traf er per Kopf zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung für den Sportclub. Einer, der gegen Hertha BSC auf der Tribüne saß, wird das besonders gerne gesehen haben: Bundestrainer Joachim Löw war wieder einmal zu Gast im Schwarzwaldstadion und dürfte von der Torgefährlichkeit des 30jährigen Stürmers angetan gewesen sein. In 130 Spielen hat Nils Petersen inzwischen satte 63 Tore für die Freiburger erzielt.

Jetzt fällt auch Lukas Kübler lange aus

Wie die Stehaufmännchen haben sich die Mentalitätsmonster aus Freiburg auch in dieser Saison trotz immenser Personalprobleme wieder aufgerafft und stehen jetzt vor dem Klassenerhalt. Davon geht auch Nils Petersen aus: "Wenn wir diesen Vorsprung nicht ins Ziel bringen, dann haben wir es auch nicht verdient". Schade, dass mit Lukas Kübler wieder ein SC-Profi mit einer schweren Verletzung für längere Zeit ausfällt. Der 26jährige Verteidiger brach sich gegen Berlin nach 30 Minuten das Sprunggelenk. Für ihn ist die Saison vorzeitig beendet. "Es wird keine einfache Zeit für ihn", fühlt Kollege Petersen mit, "aber wir sind alle für ihn da. Er hat unsere Hilfe und wir warten auf ihn".

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