Rechtsverteidiger Lukas Kübler vom SC Freiburg (Foto: Imago, Jan Huebner)

Bundesliga | SC Freiburg "Kübi" sorgt beim SC Freiburg für frischen Wind

Beim SC Freiburg hat Lukas Kübler als Rechtsverteidiger überzeugt. Zuletzt stand der 26-Jährige fünf Mal hintereinander in der Startelf der Breisgauer.

Lukas Kübler ist schon seit 2015 beim SC Freiburg, doch erst jetzt startet der Rechtsverteidiger richtig durch. Seit er vor fast vier Jahren vom Zweitigisten SV Sandhausen in den Breisgau wechselte, absolvierte er in den dreieinhalb Jahren nur 46 Spiele.

In dieser Saison machte er bereits 15 Spiele für die Mannschaft von Trainer Christian Streich - zuletzt fünfmal in Folge über 90 Minuten. Auf der hart umkämpften Position hinten rechts hat Kübler derzeit die Nase vorn, vor allem vor Konkurrent Pascal Stenzel. Doch auch andere SC-Profis, die den Posten in dieser Spielzeit schon ausfüllten, hat Kübler aktuell abgehängt.

"Kübi hat einen Schritt nach vorne gemacht"

Die derzeitige "Pole Position" hat ihre Gründe: Kübler ist schnell, zweikampfstark und hat sich auch fußballerisch enorm verbessert, wie Freiburg-Trainer Streich bestätigt: "Kübi hat einen enormen Schritt nach vorne gemacht." Defensiv stabil, offensiv stärker werdend, aber noch mit Luft nach oben - so entwickelte sich Kübler zuletzt.

Ungewollte Vorlage für Aranguiz

Das 0:2 in Leverkusen dürfte Kübler jedoch wenig Freude bereitet haben. Aber welcher Rechtsverteidiger spielt schon gerne gegen einen Leon Bailey in Hochform. Baileys Eckball nach drei Minuten köpfte Lukas Kübler direkt vor die Füße von Charles Aranguiz, der Küblers ungewollte Einladung dankend annahm und zum 1:0 für die Werkself traf. "Das war natürlich Pech, dass der Aranguiz den so erwischt," sagte Streich zum frühen Rückstand seiner Mannschaft.

Auch im weiteren Verlauf des Spiels hatte Kübler mit Bailey, der unter dem neuen Bayer-Trainer Peter Bosz wieder aufgeblüht ist, richtig viel zu tun. Trotzdem habe sich Kübler gut aus der Affäre gezogen, sagt Streich rückblickend: "Kübi hat es richtig gut gemacht, er ist leichtfüßig, sehr beweglich. Deshalb liegen ihm auch so Typen wie Bailey."

Christian Streich warnt vor Hertha BSC

Mit Kübler ist Streich also zufrieden. Die Niederlage seines Teams habe der SC-Coach längst abgehakt; jetzt gelte die volle Konzentration dem Spiel gegen Berlin (Samstag, 15:30 Uhr, live in SWR1 Stadion). Manuel Gulde, Robin Koch und Nicolas Höfler seien zwar wieder im Training, aber für alle komme ein Einsatz gegen die Hertha zu früh. "Hertha hat an Qualität noch mal richtig draufgelegt in dieser Saison," meint Streich, "sie sind wahnsinnig ballsicher, eine gewachsene Mannschaft."

Gegen Berlin wohl wieder mit Kübler

Der Sport-Club müsse eine gute Balance finden, die Hertha bekämpfen, aber auch das eigene Spiel durchbringen. Dann habe man gegen den Haupstadtklub eine gute Chance. "Wir wollen gewinnen am Samstag", so Streich: "Wenn wir nicht gewinnen können, dann wollen wir gerne unentschieden spielen." Dabei setzt er auch auf Kübler, der wie zuletzt auftrumpfen und frischen Wind ins Spiel seiner Mannschaft bringen will.

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