Lucas Höler (Foto: Imago, Pressefoto Rudel/Robin Rudel)

Bundesliga | SC Freiburg Lucas Höler - der untypische Profi ist angekommen

AUTOR/IN

Vor etwas mehr als einem Jahr, in der Winterpause 2018 verpflichtete der SC Freiburg Lucas Höler. Mittlerweile ist er angekommen - und freut sich auf das "Highlight des Jahres".

Der Offensivspieler kam vom Zweitligisten SV Sandhausen und fühlte sich in Freiburg, wie fast alle Neuzugänge, sehr schnell wohl. Im Trainingslager in Spanien teilte er sich mit dem damaligen Kapitän Julian Schuster ein Zimmer, der ihn sofort in alles Wissenswerte über den Sport-Club einweihte. Auf dem Platz hingegen wurde es Lucas Höler nicht ganz so einfach gemacht. Hier musste er sich durchsetzen, sich beweisen. Es gab keine Vorschusslorbeeren und auch keinen Welpenschutz für einen jungen Neuankömmling wie ihn. Von Anfang an bekam der damals 23-Jährige zu spüren, was es heißt, sich in einem Bundesligaverein durchsetzen zu müssen.

Regionalliga, 3. Liga, 2. Bundesliga, Bundesliga, Tor gegen die Bayern

Lucas Höler ist nicht der klassische Jungprofi, der den Weg über ein Nachwuchsleistungszentrum nahm. Der Mann, der in Achim, in der Nähe von Bremen groß wurde, ging den heutzutage eher ungewöhnlichen Weg. Aus der Jugend heraus wechselte er in die Regionalliga Nord zum VfB Oldenburg. Von dort ging sein Weg weiter in die 3. Liga zur zweiten Mannschaft von Mainz 05. Von dort aus ging es weiter südlich nach Sandhausen, wo er in der zweiten Liga auf sich aufmerksam machte. Und dann wurde er am 29. Dezember 2017 vom SC Freiburg verpflichtet. Vier Tage später befand er sich bereits im Trainingslager und trainierte in einem Bundesligakader mit.

Dauer

Mehr Kaltschnäuzigkeit

Ein toller Aufstieg des sympathischen Stürmers, der sich in seinen Vereinen bislang immer durchsetzen konnte, stets drangeblieben und mit Ehrgeiz und Willenskraft seinen Weg gegangen war. Inzwischen hat er sich auch in Freiburg durchgesetzt. Hat die Erwartungen an ihn fast voll erfüllt. 19 Einsätze allein in dieser Saison. Oft von Anfang an. Er passt gut in das Freiburger System. Lucas Höler ist laufstark, hat ein gutes taktisches Verständnis und ist immer voll motiviert. Ein Teamplayer, kein Miesepeter, kein Egoist. Zu Beginn seiner Freiburger Zeit fehlte es ihm manchmal noch an Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, doch auch in diesem Punkt hat er einiges dazu gewonnen. Letzten November, im Hinspiel gegen Bayern München, sorgte er kurz vor Schluss mit seinem Tor zum 1:1-Endstand für den ersten Punktgewinn des SC Freiburg beim FCB seit 23 Jahren. Ein persönliches Highlight für ihn und den gesamten Verein.

Streich hält große Stücke auf seinen wissbegierigen Stürmer

Trainer Christian Streich hält große Stücke auf Lucas Höler, weil er wissbegierig und gelehrig ist, auch wenn er in seiner Entwicklung natürlich noch Luft nach oben hat. Doch es geht stetig voran bei Lucas Höler. Und jetzt, gegen den FC Bayern, will er erneut treffen.

Dauer

Da er sich ja immer steigern möchte, will er am Samstag nun das Siegtor schießen. Denn das Tor zum Ausgleich hatte er ja bekanntlich bereits im Hinspiel erzielt.

AUTOR/IN
STAND