Lucas Höler vom SC Freiburg (Foto: Imago, Michael Weber)

Bundesliga | SC Freiburg Lucas Höler - der Mann für die besonderen Tore

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Lucas Höler war am Wochenende in aller Munde: Mit seinem späten Ausgleichstor für den SC Freiburg verdarb er dem FC Bayern München den sicher geglaubten Sieg. Es war das dritte Bundesligator für den Angreifer - und alle drei Treffer waren besonders.

"Ein Tor in München ist ein Highlight", freute sich der 24-Jährige auch am Tag danach. Noch wichtiger ist allerdings der Ertrag, den sein Treffer brachte: ein Punkt beim großen FC Bayern, die Krise beim deutschen Rekordmeister verschärft. "Das war natürlich für uns sehr wichtig und das Ergebnis gibt uns auch Auftrieb", so Höler gegenüber dem SWR.

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Es war sein drittes Bundesligator - und seine anderen beiden Treffer waren nicht weniger dramatisch. Eine Woche vor dem Coup in München hatte Höler das finale 3:1 beim Heimsieg des SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach erzielt. Das Besondere: Höler traf in der Schlussphase mit einem Schuss aus dem Mittelkreis ins leere Gladbacher Tor. "Geil. Wir wussten, der Sack ist zu. Bei den Fans zu jubeln ist immer geil", hatte sich der Stürmer danach gefreut.

Höler bringt das Schwarzwald-Stadion zum Beben

Und auch sein Bundesliga-Premierentor war ein Highlight. Ende April hatte Freiburg den 1. FC Köln zu Gast, Abstiegskampf pur. Die Breisgauer verspielten eine 2:0-Führung, Köln glich kurz vor Schluss aus. Dann kam Hölers Auftritt: Der 24-Jährige schob in der Nachspielzeit eine Kopfballvorlage von Robin Koch über die Kölner Linie. Das entscheidende 3:2 - das Schwarzwald-Stadion explodiert danach förmlich.

Lucas Hölers erstes Bundesligator hätte also kaum aufregender, vor allem aber: kaum wichtiger sein können. So wie seine beiden Treffer in der aktuellen Saison.

Viel Geduld bis zum ersten Bundesliga-Tor

Dabei brauchte Höler viel Geduld bis zu seinem ersten Tor für den SC. Im Januar 2018 kam der Offensivspieler vom SV Sandhausen zum SC Freiburg. Der gebürtige Niedersachse wurde von Freiburgs Trainer Christian Streich variabel als Linksaußen, Rechtsaußen und Mittelstürmer eingesetzt. Dennoch hat er mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. 896 Minuten vergingen, bis zu seinem ersten Tor.

Nun ist er längst angekommen - und wird für den SC immer wichtiger. Die Gefahr, dass er abhebt, besteht indes nicht. "Wir genießen das jetzt, ich freue mich, dass es so gut läuft. Aber jetzt haben wir gegen Mainz ein wichtiges Heimspiel. Da müssen wir uns gut vorbereiten, und dann möglichst nachlegen." Vielleicht ja wieder mit einem "besonderen Tor" von Lucas Höler.

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