Lucas Höler bejubelt seinen erneuten Treffer gegen den FC Bayern München (Foto: Imago, Eibner)

Fußball | Bundesliga Freiburgs Höler lebt seinen "Traum" und schreibt Geschichte

Vier Saisontore hat Lucas Höler nach 27 Bundesliga-Spieltagen für den SC Freiburg erzielt, zwei davon gegen den FC Bayern München. Und diese beiden Treffer brachten den Breisgauern zwei Punkte.

Sowohl beim 1:1 im Hinspiel als auch nun im Rückspiel des SC gegen den deutschen Rekordmeister, das ebenfalls 1:1 endete, traf Höler. Damit hat er die Hälfte seiner Saisontore gegen den FCB erzielt - und seiner Mannschaft dafür Punkte und, noch wichtiger, Selbstbewusstsein beschert. Und nebenbei hat der Angreifer mit seinem neuerlichen Treffer dafür gesorgt, dass die Münchner die Tabellenführung wieder an Borussia Dortmund verloren haben.

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"Das ist ein Traum"

"Jetzt schon zweimal gegen die Bayern getroffen zu haben, das ist ein Traum", sagte der 24-Jährige nach der Partie. In der Bundesliga-Geschichte des SCF ist Höler damit nun der erste Spieler überhaupt, der in Hin- und Rückspiel gegen die Bayern getroffen hat. Zudem traf er zweimal - beide Male nach Flanke von Christian Günter.

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Lob von Trainer Christian Streich

Dabei ist Höler erst seit rund eineinhalb Jahren in der Bundesliga bekam. In der Winterpause der Saison 2017/18 hatten die Freiburger ihn vom Zweitligisten SV Sandhausen geholt. Höler war als Backup für Nils Petersen und Florian Niederlechner gekommen. Auch gegen die Bayern durfte er am Samstag wohl nur von Beginn an spielen, weil Petersen verletzt fehlte. In den vier Bundesliga-Spielen davor war Höler gerade mal zehn Minuten zum Einsatz gekommen. Dennoch betonte SC-Trainer Christian Streich: "Es war nicht das erste Mal, dass er ein gutes Spiel gemacht hat."

Höler ist auf jeden Fall ein Mann für die besonderen Tore. So traf er beim 3:1 Heimsieg des SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach in der Hinrunde aus dem Mittelkreis ins leere Gladbacher Tor. Und auch sein Bundesliga-Premierentor war ein Highlight. Ende April hatte Freiburg den 1. FC Köln zu Gast, Abstiegskampf pur. Die Breisgauer verspielten eine 2:0-Führung, Köln glich kurz vor Schluss aus. Dann kam Hölers Auftritt: Der 24-Jährige schob in der Nachspielzeit eine Kopfballvorlage von Robin Koch über die Kölner Linie. Das entscheidende 3:2 - das Schwarzwald-Stadion explodiert danach förmlich.

In dieser Saison hat er nun vier mal für die Breisgauer getroffen und mitgeholfen, wichtige Zähler zu sichern. Freiburg darf mit nun 32 Punkten entspannt auf die letzten sieben Spiele schauen - der Klassenerhalt sollte Formsache sein. Auch dank Hölers Toren. Und da Sturm-Kollege Petersen dem SC noch weiter fehlen wird, könnten schon bald weitere Treffer folgen.

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