Vincenzo Grifo vom SC Freiburg (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga G wie Grifo, G wie Gladbach

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Am Freitag (20:30 Uhr) muss der SC Freiburg bei Borussia Mönchengladbach antreten. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison spielt der SC Freitagabend gegen die Fohlen. Das Hinspiel gewann der Sportclub verdient mit 3:1. Damals noch ohne Vincenzo Grifo, der im Januar zurückgekehrt ist.

Im Sommer 2017 wechselte Vincenzo Grifo für die damals vertraglich festgeschriebene Ablöse von sechs Millionen Euro vom SC Freiburg an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach. Der Deutsch-Italiener wollte den nächsten Schritt gehen, sich bei einem "großen" Verein weiterentwickeln. Der gebürtige Pforzheimer unterschrieb einen gut dotierten Vertrag bis 2021. Doch bei der Borussia lief für den Spielmacher wenig zusammen. Er kam nur in 17 Ligaspielen zum Einsatz, davon nur sieben Mal in der Startelf und erzielte kein einziges Tor.

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Auch in Hoffenheim lief es nicht so gut

Nach dieser enttäuschenden Spielzeit wechselte "Vince", wie er innerhalb der Mannschaft genannt wird, zu 1899 Hoffenheim. Auch dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2022, doch wieder lief es sportlich nicht wie erhofft.

Kaum Einsätze in der Startelf. Auch unter Trainer Julian Nagelsmann spielte Grifo nicht die erhoffte Rolle. Als Spieler der TSG machte er zwar sein erstes Länderspiel für Italien, doch ansonsten war die Vorrunde eher ernüchternd.

In Freiburg wieder wichtig

Im Januar kehrte Grifo als Leihgabe zurück zum SC Freiburg. Und seitdem läuft es wieder. In den sieben Bundesligaspielen seit seiner Rückkehr zum Sportclub sammelte er bereits sechs Scorerpunkte. Er schoss zwei Tore, darunter sein erstes Freistoßtor in der Bundesliga, und legte vier Treffer auf, zwei davon im letzten Spiel gegen die Hertha aus Berlin.

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Am Freitagabend trifft er nun erstmals seit seinem Weggang aus Gladbach auf seinen Ex-Verein (bei Hoffenheims 0:0 im Hinspiel gegen Mönchengladbach fehlte Grifo). Dann will er sich natürlich bestmöglich präsentieren und zeigen, was er kann.

Platzt bei Grifo der Auswärts-Knoten?

Das einzige Problem ist, dass der Mittelfeldspieler bislang nur in Heimspielen so richtig überzeugen konnte. Alle sechs Scorerpunkte sammelte er im heimischen Schwarzwaldstadion. Jetzt soll endlich der Knoten platzen und auch auswärts ein Tor oder zumindest eine Torvorlage gelingen. Und wo könnte man aus seiner Sicht besser damit beginnen als im Borussia-Park. Dort, wo alles hätte seinen Lauf nehmen, die Karriere so richtig durchstarten sollen. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um zwei Schritte nach vorne zu machen. Vielleicht ist das ja auch bei Vincenzo Grifo so. Freitagabend will er es wissen.

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