Amir Abrashi vom SC Freiburg gegen Werder Bremen (Foto: Imago, imago images / foto2press)

Bundesliga | SC Freiburg Anschlusstreffer kommt zu spät - Freiburg unterliegt in Bremen

Der SC Freiburg hat sein Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen mit 1:2 verloren. Der Anschlusstreffer für den Sportclub durch Luca Waldschmidt reichte am Ende nicht.

Davy Klaassen (76.) per Kopfball, der noch abgefälscht wurde, und Theodor Gebre Selassie (85.) sorgten für die Freiburger Niederlage in Bremen. Auch im 33. Saison-Pflichtspielen erzielten die Werderaner damit mindestens ein Tor. Das Anschlusstor für die Breisgauer erzielte Luca Waldschmidt (90.+3).

Das auswärtsschwache Team von Trainer Christian Streich verpasste nach der 0:5-Klatsche beim FSV Mainz 05 vor Wochenfrist einen Punkt und muss in der Rückrunde auswärts weiter auf einen Sieg warten. Florian Kohfeldt stellte sein Team im Vergleich zum 1:1 in Gladbach auf zwei Positionen um. Johannes Eggestein, der ebenso wie sein Bruder Maximilian unter der Woche bei Werder verlängert hatte, musste kurz vor dem Spiel aufgrund von muskulären Problemen passen. Für ihn spielte Yuya Osako.

Schwolow verhindert früh schlimmeres

Zudem rückte Milos Veljkovic in die Startelf, der vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion in der 5. Minute fast die frühe Führung für die Hausherren erzielt hätte. Der Innenverteidiger köpfte frei nur knapp über das Tor von Alexander Schwolow. Danach gaben die Bremer weiter den Ton an, hatten die besseren Möglichkeiten und drängten die ersatzgeschwächten Freiburger, die mit Nico Schlotterbeck, dem Ex-Bremer Jerome Gondorf und Florian Niederlechner ihre Elf auf drei Positionen veränderten, immer wieder tief in die eigene Hälfte.

Es dauerte bis zur 14. Minute, als die Breisgauer zur ersten Chance durch Pascal Stenzel kamen, der Schuss aus gut 20 Metern stellte jedoch kein Problem für Werder-Torhüter Jiri Pavlenka dar. Eine kurze Schrecksekunde mussten die Norddeutschen in der 19. Minute überstehen, als der Ball nach Christian Günters Schuss plötzlich im Netz zappelte. Doch der Linienrichter entschied korrekt auf Abseits.

Freiburg wird besser, Bremen eiskalt

Danach fand der SC besser in die Partie und kam zu mehr Spielanteilen. Doch kurz vor der Pause drängten die Bremer durch eine Doppel-Chance von Kapitän Max Kruse (38.) wieder auf das Führungstor - der starke Schwolow parierte zweimal jedoch glänzend. Ein zweiter Abseits-Treffer wurde auf Freiburger Seite nicht gegeben. Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten die Gastgeber gleich den Torhüter verletzungsbedingt wechseln. Für Pavlenka kam Stefanos Kapino zu seinem Debüt für die Bremer. Gefährlich wurde es danach auf der Gegenseite. Nach guter Vorarbeit von Milot Rashica vergab Klaassen jedoch (52.). In der 63. Minute reagierte dann Kohfeldt und brachte Oldie Claudio Pizarro ins Spiel, aber auch sein Versuch (70.) verfehlte knapp das Tor.

"Ich glaube, wir hätten gut und gerne mit 1:0 in Führung gehen können", so Freiburgs Mittelfeldmann Jerome Gondorf nach der Partie. "Dann hätten wir es Bremen noch ein bisschen schwerer gemacht", so Gondorf weiter. Der erste Gegentreffer sei natürlich sehr bitter, ergänzte Dominique Heintz: Es sei tatsächlich kein Abseits gewesen, doch "das war eine Milimeterentscheidung". Durch die Niederlage steht der SC Freiburg auf dem 13. Tabellenrang, elf Punkte vor dem Relegationsplatz.

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