Vincenzo Grifo verabschiedet sich beim Stadionfest nach dem Spiel von den Fans (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga Freiburg beendet Saison mit einer Party - Abschied von Grifo

Versöhnlicher Saisonabschluss für den SC Freiburg: Beim 5:1-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg steht Leihgabe Vincenzo Grifo im Mittelpunkt. Der Kreativspieler muss in der nächsten Saison wohl wieder für die TSG Hoffenheim auflaufen.

"Oh Grifo, du bist ein Freiburger!" sangen die Fans des SC Freiburg bei der Saisonabschlussparty nach dem 5:1 gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg - und der gefeierte Fußballer stimmte ein. Vincenzo Grifo strahlte und bedankte sich bei "den geilsten Fans der Welt".

"Das ist unbeschreiblich"

Schon bei seiner Auswechslung hatten ihn die meisten der 24.000 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion mit Ovationen verabschiedet und gefeiert. "Es war unbeschreiblich, dafür habe ich keine Worte", sagte Grifo nach seinem wohl letzten Spiel für den SC Freiburg. Denn der Leihvertrag des Rückkehrers ist zu Ende, in der kommenden Saison spielt der gebürtige Pforzheimer und italienische Nationalspieler wieder für die TSG 1899 Hoffenheim, wo er einen Vertrag bis 2022 hat.

Oder etwa doch nicht? Schließlich verpasste der zweite Erstligist aus Baden durch das 2:4 beim FSV Mainz 05 doch noch die Qualifikation für die Europa League. Gibt es da nicht vielleicht eine kleine Chance auf einen Verbleib in Freiburg, wo Grifo nach den unbefriedigenden Stationen bei Borussia Mönchengladbach und in Hoffenheim wie schon von 2015 bis 2017 zum unumstrittenen Stammspieler und Leistungsträger wurde?

"Vince geht nach Hoffenheim und spielt in Hoffenheim nächstes Jahr"

"Man sollte im Leben niemals nie sagen, aber ich glaube es eher nicht", meinte Grifo. Auch Trainer Christian Streich wollte von den Träumereien einer festen Verpflichtung des Mittelfeldspielers, der in der Rückrunde sechs Tore und vier Vorlagen beisteuerte, nichts wissen. "Vince geht nach Hoffenheim und spielt in Hoffenheim nächstes Jahr. Punkt", sagte Streich bestimmt.

Ansonsten aber, so scheint es, bleibt die Mannschaft größtenteils zusammen. "Es wird sich verändern, aber nicht so viel. Die Mannschaft ist soweit intakt. Aber wir wissen schon, wo wir Probleme haben", sagte Streich. Eingehen wollte der dienstälteste Trainer der Bundesliga nach seiner siebten kompletten Saison mit den Profis auf diese Problemfelder nicht, sondern sagte nur: "Es bringt nichts, wenn ich mir was wünsche. Man muss wissen, wo es Probleme gibt und wo Bedarf ist. Dann probieren wir, das so gut wie möglich zusammenzustellen. Aber es gibt immer Grenzen."

Die aber, das hat die vergangene Saison mit am Ende Rang 13 untermauert, haben sich in Freiburg etwas verschoben. "Wir waren nie unten drin und hatten immer Abstand. Ich sehe in der Mannschaft noch viel Potenzial. Da ist nach oben noch was drin", sagte deswegen auch Verteidiger Dominique Heintz. Selbst lange Pausen wichtiger Spieler wie von Nils Petersen oder Nicolas Höfler konnte der SCF vergleichsweise gut kompensieren. "Wir haben eine gute Saison gespielt. Hinten raus war es etwas zu dünn. Mit dem Abschluss haben wir aber gezeigt, dass wir auch richtig gut kicken können", meinte Streich nach dem 5:1 gegen den Club.

Und weil im Fußball ja nie etwas zu 100 Prozent ausgeschlossen werden kann: Vielleicht kickt Grifo ja auch in der kommenden Saison doch wieder mit. Er ist seinem eigenen Gesang nach ja schließlich Freiburger.

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