Amir Abrashi wirft sich in jeden Zweikampf. (Foto: Imago, Hansjürgen Britsch)

Bundesliga | SC Freiburg Amir Abrashi: Der Mr. Zuverlässig beim SC Freiburg

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Einstellung, Wille, Loyalität: Dafür steht beim SC Freiburg insbesondere Amir Abrashi. Einmal mehr verbarrikadierte der Sechser beim furiosen 5:1 Sieg gegen den FC Augsburg das Freiburger Zentrum.

Im Heimspiel gegen den FC Augsburg musste Christian Streich schon auf genug Stammspieler verzichten. Darum war der SC-Freiburg-Coach heilfroh, dass Amir Abrashi die 90 Minuten auf Schalke bestens verkraftet hatte. Im ersten Spiel nach fast einem Jahr Pause wegen eines Kreuzbandrisses musste der 28-Jährige gleich über die volle Distanz gehen. "Hoffentlich hält mein Körper, habe ich da nur gedacht," verriet er dem "kicker".

"Er verkörpert etwas, wo die jungen Spieler automatisch hochschauen zu ihm. Auch wenn sie größer sind als er - und die meisten sind es."

Christian Streich

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Augsburg geriet Streich richtig ins Schwärmen über den 1,72 Meter großen Defensivkünstler: "Wenn der Amir im Training auf dem Platz steht, verändert sich was - für alle. Es gibt keine Kompromisse auf dem Trainingsplatz, keine Ausreden, wenn der Amir auf dem Trainingsplatz steht."

Großes Lob von Trainer Streich

Beim furiosen 5:1 gegen Augsburg war der albanische Nationalspieler wesentlich daran beteiligt, dass der Gegner insbesondere in der ersten Halbzeit kein Bein auf den Boden brachte. Nicht ohne Grund lobte ihn deshalb Christian Streich nach dem hochverdienten ersten Sieg in diesem Jahr: "Amir Abrashi hat heute ein Spiel gemacht, vor dem ich einfach den Hut ziehen muss. Ich weiß nicht, wie viele Balleroberungen er hatte."

Der gebürtige Schweizer hat sich in der Reha von einem Personaltrainer in Aarau wieder auf Vordermann bringen lassen. Den kannte er noch aus seiner Zeit beim Grasshopper Club Zürich. Wie es scheint, ist der Vorzeigesechser wieder voll da.

Abrashi ist ein Vorbild

2015 kam er von Grasshoppers Zürich nach Freiburg, nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Er trug mit zum Wiederaufstieg bei, spielte allerdings nicht so oft, wie er es gerne gewollt hätte. In der Saison 2016/17 machte er nur 20 Spiele, in der Spielzeit darauf gar nur zwölf.

Der 28-Jährige ist ein wuseliger, bissiger und aggressiver Defensivspieler, läuft immer einen Tick mehr als andere. Diese Spielweise macht ihn verletzungsanfällig, aber das will er nicht ändern. Er ist wie er ist - ein Vorbild.

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