Lange Gesichter nach der deutlichen Niederlage des SC Freiburg bei Bayer 04 Leverkusen (Foto: Imago, imago images / Nordphoto)

Bundesliga | SC Freiburg Leverkusen ist für den SC Freiburg kein Maßstab

In Leverkusen gab es für den SC Freiburg nichts zu holen. Sorgen macht sich im Breisgau deswegen aber niemand - auch wenn es die kommenden Gegner allesamt in sich haben.

Auf dem Papier ist der SC Freiburg auch in den kommenden acht Spielen der Außenseiter. Wie Bayer Leverkusen stehen die nächsten Gegner - los geht es mit Hertha BSC am kommenden Samstag, dann Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München - in der Bundesliga-Tabelle vor dem Sport-Club. Doch auch wenn das 0:2 am Samstag nach Meinung aller Freiburger eine verdiente Niederlage war, machte das Spiel auch Mut für die kommenden Aufgaben.

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"Wir machen viele Dinge im Moment nicht so schlecht, finde ich", sagte Trainer Christian Streich. Und Torwart Alexander Schwolow meinte: "Wir haben schon oft sehr, sehr gute Leistungen gezeigt gegen gute Gegner. Gerade zu Hause. "Mit 27 Punkten steht der SCF nach 24 Spieltagen ohnehin gut da und muss vor den anstehenden Duellen nicht akut um den Klassenverbleib fürchten.

Freiburgs Angst vor den Leverkusener Kontern

Zumal Freiburg in Leverkusen zwar eine offensiv harmlose erste Halbzeit ablieferte, gegen den Europapokal-Aspiranten aber zumindest über die allermeiste Zeit hinweg sehr ordentlich verteidigte. Und das gegen Fußballer wie Julian Brandt, Kai Havertz oder Leon Bailey, über die Streich nach dem Abpfiff voller Anerkennung sagte: "Solche Spieler auf dem Platz, das ist ein Gedicht für den Peter Bosz." Und darum sah Verteidiger Lukas Kübler wenig Alternativen zu Streichs Defensiv-Taktik: "Dann wären wir noch mehr in Konter gelaufen, dann hätten die uns noch besser ausgespielt."

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Streich sah aber auch in seinem Team genug Dinge, mit denen er zufrieden war und die ihm Hoffnung machten für den Saisonendspurt. "Das alles Entscheidende ist: Frustrationstoleranz haben, gut abstimmen, eine sehr gute Kommunikation auf dem Platz, arbeiten, nicht naiv sein und an sich glauben", zählte der dienstälteste Erstliga-Trainer auf. Für den Rest der Saison forderte er: "Jeden Tag die Zeit nützen, das Training, um die Präzision hinzukriegen. Jeden Tag, jeden Pass, jeden Moment. Das werden wir tun, dann habe ich keine Angst."

Freiburg mit guter Bilanz gegen die Top Vier

Zumal sich die Breisgauer auch auf die ordentlichen Resultate aus der Hinrunde stützen können. Gegen den FC Bayern gab es in München ein 1:1, gegen Mönchengladbach gewann der SC mit 3:1, gegen RB Leipzig gab es ein 3:0 - von den aktuellen Top Vier der Liga holte bislang einzig Borussia Dortmund drei Punkte gegen den SCF. Nach der Serie mit Spielen gegen besser platzierte Mannschaften kommt es dann an den Spieltagen 33 und 34 zu den Partien gegen den derzeit Vorletzten Hannover 96 und Schlusslicht 1. FC Nürnberg.

Stürmer Nils Petersen haderte wohl auch deswegen nicht lange mit der Niederlage am Rhein. "Wir wissen das einzuordnen. Wir wissen, dass Leverkusen nicht unser Maßstab ist, dass wir da andere Mannschaften haben, wo wir unsere Punkte holen müssen."

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