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Fußball | Bundesliga Freiburgs Keeper Alexander Schwolow: Langsamer Abschied vom SC?

Alexander Schwolow ist ein Torhüter, über den man sich beim SC Freiburg glücklich schätzen kann. Seine Top-Leistungen rufen allerdings auch Interessenten auf den Plan - zumal Schwolows auslaufender Vertrag bisher nicht verlängert wurde.

Mit 26 Jahren ist "Schwolli" bald im "berühmt-berüchtigten" besten Fußballer-Alter. Obwohl es dafür natürlich keine in Stein gemeißelte Alterszahl gibt, wäre der baldige nächste Schritt in seiner Karriere gar nicht mal so unrealistisch. Denn klar ist: Wer internationale Fußball-Luft schnuppern will, ist beim SC Freiburg wohl in den meisten Spielzeiten an der falschen Adresse. Hinzu kommen die eigenen, hohen Ansprüche, die die Bundesliga-Profis an sich stellen - so auch Alexander Schwolow.

Bisher nur wenig internationale Erfahrung

Mit dem Sportclub absolvierte der gebürtige Wiesbadener bisher nur im Sommer 2017 zwei Spiele auf internationaler Ebene. Allerdings war das nur ein kurzes Intermezzo, da die Schwarzwälder in den Qualifikationsspielen zur Europa League am slowenischen Erstligisten NK Domzale scheiterten.

Schwolows Vertrag läuft im Sommer 2020 aus, was die Frage aufwirft, wie und vor allem wo es mit ihm weitergehen soll. Möchte er nochmals in der Europa League oder sogar der Champions League spielen, wäre ein Wechsel zu einem Verein mit internationalen Ambitionen wohl unvermeidbar.

Dauer

Mögliche Vertragsentscheidung im Sommer

In der SWR-Sendung "Sport im Dritten" sprach der Freiburger Schlussmann über eine mögliche Vertragsverlängerung und seine Zukunft. Immerhin waren seine Freiburger Vorgänger Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim) und Roman Bürki (Borussia Dortmund) in der selben Lage, machten den nächsten Schritt und spielten mit ihren neuen Klubs europäisch.

"Das Ziel ist es natürlich immer, sich mit den Besten zu messen und auf einem Top-Niveau zu spielen. Ich habe mich damit noch nicht beschäftigt, aber gegen Saisonende werden wir uns zusammensetzen", sagte Schwolow. Ein frühzeitiges Bekenntnis zum SC Freiburg klingt anders, aber er hat in dieser Hinsicht bisher "alles von sich ferngehalten", wie er selbst sagte.

Und sollte er sich am Ende doch für den SC Freiburg entscheiden, wäre Schwolow dort vieles sicher: Ein eingeschweißtes Team, ein Kult-Trainer, eine familiäre Vereinsatmosphäre und die Wertschätzung der Fans. Argumente, die ihn zu einem Verbleib im Breisgau bewegen könnten.

Vom Dorfkind zum Bundesligist

Dauer

Verglichen mit seiner rheinland-pfälzischen Heimat, ist Freiburg eine Metropole. Alexander Schwolow ist in dem 400-Seelen-Dorf Berndroth im Rhein-Lahn-Kreis an der Grenze zu Hessen aufgewachsen. Dort hat er noch heute seine Familie und seine besten Freunde, die ihm aber fußballerisch nicht ganz das Wasser reichen können.

Viele seiner Kumpels spielen heute beim Fußballverein FC Linde Berndroth in der Kreisliga B. Niklas Höhn, sein bester Freund, war von vornerein klar, dass beide in Kindheitstagen nicht mehr lange im Verein zusammenspielen werden. Viel Zeit für die Freundschaft bleibt heutzutage zwischen dem Torhüter und dem Polizisten im gehobenen Dienst nicht mehr; aber wenn es die Möglichkeit gibt, wird sie genutzt. "Alex ist ein sehr menschlicher Typ, der oft mit seinen Freunden spricht oder telefoniert", sagt Höhn, "wir besuchen und jeweils dreimal pro Jahr. So wird unsere Freundschaft schon seit vielen Jahren aufrechterhalten." Und wer weiß? Vielleicht spielt ja Schwolow doch noch mal irgendwann mit seinen Freunden auf dem neu errichteten Sportplatz im ländlichen Berndroth. Doch bis dahin läuft sicherlich noch eine Menge Wasser die Dreisam hinunter. Schließlich ist Alexander Schwolow noch im besten Fußballer-Alter

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