Nils Petersen bei SC Debut (Foto: Imago, imago/Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Nils Petersens furioses Freiburg-Debüt und eine Kiste Bier

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Gleich im ersten Spiel für den SC Freiburg schoss sich Nils Petersen in die Herzen der Breisgauer - mit einem lupenreinen Hattrick gegen Eintracht Frankfurt und dem Vergleich mit einer Kiste Bier.

An dieses Spiel wird sich Nils Petersen noch gerne erinnern: Christian Streich schickte den Neuzugang von Werder Bremen in der Halbzeitpause zum Aufwärmen. Ende Januar 2015, bei sechs Grad Celsius, der SC Freiburg lag 0:1 gegen Eintracht Frankfurt zurück. Petersen kam als Hoffnungsträger: Freiburg hing am Tabellenende fest und hatte in der gesamten Hinrunde nur 17 Tore geschossen.

Auch Petersen kam voller Hoffnung. In Bremen setzte Trainer Robin Dutt im Sturm eher auf Fin Bartels und Franco Di Santo. Petersen durfte in der gesamten Hinrunde nur siebenmal mitspielen und hatte noch gar nicht getroffen. Doch er hatte nicht vergessen, wo das Tor steht.

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Ein Hattrick und Petersens Understatement

Nach einem Foul an Christian Günter hatte Vladimir Darida bereits per Foul-Elfmeter zum Ausgleich getroffen (62.). Nur zwei Minuten später traf dann auch Petersen - mit Links (64.). Das 3:1 machte er kurz darauf per Kopf (70.). In der Schlussphase setzte sich Petersen die Hattrick Krone auf: Seinen Kopfball konnten Kevin Trapp und Bastian Ozcipka noch auf der Linie klären. Also musste Petersen beweisen, dass er es auch mit rechts kann (88.).

Nach dem Spiel setzte Petersen auf britisches Understatement: "Wenn ich von den Jungs solche Vorlagen bekomme, dann ist es für jeden Stürmer einfach. Da hätte man auch eine Kiste Bier vorne reinstellen können, die hätte die drei Dinger vielleicht auch gemacht."

Doch es war ein Mega-Einstand und ein großartiges Versprechen für die Rückrunde. Dieses Versprechen konnte Petersen zwar einlösen - mit neun Toren in zwölf Spielen anvancierte er in der Saison 2014/15 zum Top-Torjäger des SC Freiburg. Dennoch konnte er den Abstieg der Breisgauer nicht verhindern.

Petersen jagt Löws Tor-Rekord

Den drei Toren zum Einstand hat Petersen in den vergangenen vier Spielzeiten viele weitere folgen lassen. Wettbewerbsübergreifend hat er schon 81 Mal für den SC Freiburg getroffen. Nur Joachim Löw hat mehr Tore für die Breisgauer erzielt - nämlich 83. "Manchmal habe ich darüber nachgedacht, dass es ja eigentlich nicht mehr so weit sein kann. Aber klar: Mit jedem Tor kommt man näher", sagt Petersen.

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"Und es ist eine Ehre, Spieler zu überholen, die eine Wahnsinnskarriere hingelegt haben. Und es freut mich natürlich, mit denen in einer Riege zu stehen." Mit einem erneuten Hattrick am kommenden Wochenende hätte Petersen den Bundestrainer abgelöst - Gegner am Sonntag ist übrigens Eintracht Frankfurt.

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