Lucas Höler hat den SC Freiburg bei Bayer Leverkusen in Führung geschossen (Foto: Imago, imago images/Nordphoto)

Fußball | Bundesliga Freiburg überrascht auch Bayer Leverkusen

Der SC Freiburg holt einen glücklichen Punkt bei Bayer 04 Leverkusen. Die Breisgauer stehen damit weiterhin auf einem Champions-League-Platz.

Dauer

Das Fußball-Märchen des SC Freiburg geht weiter. Durch ein 1:1 (1:1) bei Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen setzten sich die Breisgauer in der Bundesliga-Spitzengruppe fest und versetzen der Werkself einen weiteren Dämpfer. Das Team von Trainer Peter Bosz verzweifelte einmal mehr an seiner katastrophalen Chancen-Verwertung. Lucas Höler hatte die Breisgauer in der fünften Minute per Kopf in Führung gebracht, Moussa Diaby (36.) rettete mit seinem ersten Bundesliga-Treffer Leverkusen immerhin einen Punkt.

Dauer

Eine kuriose Szene ereignete sich bereits nach 84 Sekunden: Freiburgs Torhüter Mark Flekken, der zum vierten Mal den verletzten Schwolow ersetzte, rutschte beim Abschlag aus, stand auf und schoss den Ball vor dem anstürmenden Nadiem Amiri ins Seitenaus. Weil er ihn zweimal hintereinander berührt hatte, gab Schiedsrichter Deniz Aytekin einen indirekten Freistoß aus etwa sieben Metern. Den Schuss von Kerem Demirbay fälschte Nicolas Höfler an die Latte ab. "Ich persönlich aber auch wir als Mannschaft können glücklich sein über diesen Punkt. Da waren ein oder zwei Dinger dabei, die glücklich für uns ausgehen", sagte Flekken.

Dauer

Höler köpft Freiburg in Führung

Statt einem Rückstand hinterherzulaufen, führte wenige Augenblicke später der SC Freiburg. Lucas Höler konnte nach einem Eckball von Christian Günter ungedeckt aus vier Metern einköpfen. "Ich war sehr überrascht, dass ich so frei war. Aus der kurzen Distanz musst du dann den Ball nur irgendwie aufs Tor bringen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der reingeht", sagte der Torschütze.

Es war das erste Freiburger Tor seit 366 Minuten gegen Bayer, länger waren sie aktuell gegen keinen Gegner torlos. Höler kam völlig freistehend zum Kopfball und ließ Bayer-Torwart Lukas Hradecky bei seinem dritten Saisontor keine Chance. In der 16. Minute klärte die Freiburger Defensive mit vereinten Kräften nach einer weiteren gefährlichen Hereingabe von Diaby. In der Folge biss sich Bayer an der gut sortierten SC-Abwehr die Zähne aus.

Dauer

Torwart Flekken überzeugt erneut

Freiburg stand sicher und brachte seinerseits die Hintermannschaft des Gastgebers bei gefährlichen Kontern einige Male in Verlegenheit. Bereits in der 26. Minute musste Bayer-Trainer Peter Bosz den angeschlagenen Außenverteidiger Mitchell Weiser durch den Kapitän Lars Bender ersetzen. Drei Minuten später scheiterte der auffällige Diaby an Freiburgs Keeper Mark Flekken, der den nach wie vor verletzten Stammtorwart Alexander Schwolow einmal mehr glänzend vertrat. Beim Ausgleich durch Diaby, der sein Glück aus 18 Metern versuchte, war Flekken aber machtlos. Kurz vor der Pause hätten Volland und Karim Bellarabi, der nur den Außenpfosten traf, für Bayer, das den Druck merklich erhöhte, nachlegen können.

Im zweiten Durchgang drehte Leverkusen in einer temporeichen Partie weiter auf und erspielte sich eine Chance nach der anderen. Volland (50.) und der auffällige Diaby (61./68.) ließen aber jeweils beste Gelegenheiten ungenutzt. Die Gäste, bei denen der verletzte Nationalspieler Luca Waldschmidt im Offensiv-Betrieb schmerzlich vermisst wurde, hatten dennoch durch Jonathan Schmid in der 67. Minute die große Möglichkeit zum zweiten Treffer.

REDAKTION
STAND