Fritz Keller springt euphorisch auf der Tribüne auf. (Foto: Imago, imago images / Jan Huebner)

Fussball | Bundesliga Der Präsident verabschiedet sich vom SC Freiburg

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Am Samstag ist es soweit. Fritz Keller wird ein letztes Mal als Präsident des SC Freiburg auf der Tribüne Platz nehmen und seinem Herzensverein gegen den FC Augsburg die Daumen drücken.

Knapp eine Woche später wird vieles anders sein. Beim DFB-Bundestag am 27. September soll Fritz Keller zum neuen DFB-Präsidenten gewählt werden. Gegenkandidaten gibt es bisher keine. Die erste Hürde hat Keller erfolgreich gemeistert. Der 62-Jährige wurde am 21. September von den Landesverbänden als Kandidat für die DFB-Präsidentschaft bestätigt. Seine Wahl am kommenden Freitag ist im Grunde nur noch Formsache.

Wer ist Fritz Keller?

Fritz Keller ist ein Mann mit vielen Talenten. Neun Jahre lang stand er an der Spitze des SC Freiburg. Unter seiner Führung spielten die Schwarzwälder mit Ausnahme der Saison 2015/2016 stetig in der Bundesliga.

Darüber hinaus ist Keller ein erfolgreicher Winzer und Sterne-Gastronom. Im vergangenen Jahr wurde er gemeinsam mit seinem Sohn Friedrich vom Gault-&-Millau-Weinguide als "Winzer des Jahres" ausgezeichnet.

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Keller wird von der Öffentlichkeit, den Medien und Vertretern des Fußballs als gute Wahl und echte Chance für den DFB gesehen. "Ich freue mich, dass Fritz Keller aller Voraussicht nach DFB-Präsident wird. Ich glaube, er macht das gern und es entspricht seinem Wesen. Damit passen ja schon ein paar Dinge und man kann seiner Amtszeit positiv entgegenschauen", sagt SC Freiburg Trainer Christian Streich.

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Des einen Freud' ist des anderen Leid

Nach seiner Wahl wird Fritz Keller sein Amt als Präsident des SC Freiburg niederlegen. In Südbaden sieht man der neuen Situation indes gelassen entgegen. „Wir sind komplett handlungsfähig, nach innen und nach außen. Daher haben wir keine Eile. Wir werden mit Bedacht und Ruhe darüber nachdenken, wie wir mit der Position und einer Nachbesetzung umgehen“, sagt der Freiburger Sportdirektor Jochen Saier im Gespräch mit SWR Sport.

Trotzdem lässt der Sportclub seinen Präsidenten nur mit Wehmut ziehen. „Für uns ist es eine Veränderung. Fritz Keller hat lange Zeit Verantwortung getragen und den Verein mit begleitet und mitgestaltet. Von daher tut es ein Stück weit weh“, äußert sich Saier.

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Am kommenden Samstag ist es dann soweit. Fritz Keller verlässt die Tribüne des SC Freiburg. Trotzdem wird es wohl kein Abschied für immer werden. „Ich möchte auch weiterhin die Zeit haben, mal ein Fußballspiel zu sehen“, erklärt Keller im Interview mit SWR Sport. Er wird als DFB-Präsident mit Sicherheit in Zukunft zum SC Freiburg zurückkehren - wenn auch nur zu Besuch.

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