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Bis mindestens 30. November ist im Amateurfußball aufgrund der Corona-Pandemie der Spiel- und Trainingsbetrieb untersagt. Der Südwestdeutsche Fußballverband (SWFV) sorgt jetzt für Planungssicherheit für die Vereine und beschließt, dass in diesem Jahr nicht mehr gespielt wird.

Kein Neustart ohne Vorbereitungszeit

Es sind schwere Zeiten für tausende von Freizeitkickern und ambitionierten Fußballspielern. Wer kein Profi ist, und dazu zählen eigentlich nur Spieler bis zur 3. Liga, kann seinen Sport im Moment nicht ausüben. Aber wenn wochenlang kein Mannschaftstraining stattfindet, kann der Spielbetrieb nicht ohne Vorlauf einfach wieder aufgenommen werden. Deshalb hat sich der SWFV entschieden, bereits am 1. Dezember in die Winterpause zu gehen. Diese soll dann schon am 6. Januar 2021 enden.

Ursprünglich war die Winterpause erst zwei Wochen später, dafür aber bis Mitte Februar geplant. Die Pause wird also vorgezogen und verkürzt, so dass zu Beginn des neuen Jahres wieder gespielt werden kann, sofern die staatlichen Verfügungen das zulassen.

Ausnahmen gefährden Chancengleichheit

Damit ist auch sichergestellt, dass die Chancengleichheit gewahrt bleibt, denn einige Mannschaften im Amateurbereich haben Ausnahmegenehmigungen für eine Mannschaftstraining bekommen und andere nicht. So darf Oberligist Stuttgarter Kickers trainieren, weil einige Spieler Profiverträge haben und einen Großteil ihres Lebensunterhalts mit dem Fußball verdienen. Ähnlich ist die Situation bei der zweiten Mannschaft von Mainz 05, die in der Regionalliga spielt. Auch die Nachwuchsspieler des Bundesligisten dürfen trainieren, während bei Ligakonkurrent TSV Schott Mainz kein Ball rollt.

Trainingsmöglichkeit im Dezember noch unsicher

Erst in der nächsten Woche entscheidet die Politik, wie es mit dem Freizeitsport weitergeht. Die Hoffnung, dass im Dezember wieder trainiert werden darf, ist groß. Dann hätten alle Teams genügend Zeit, sich auf einen Neustart im Januar vorzubereiten. Aber auch dahinter steht noch ein Fragezeichen.

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