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Die Innenminister von Bund und Ländern denken darüber nach, das Abbrennen von zugelassener Pyrotechnik in Stadien künftig nach dem Sprengstoffgesetz unter Strafe zu stellen. Die Gefahr für Unbeteiligte beim Einsatz von Pyrotechnik sei zu hoch.

Bislang wird das Entzünden der Pyrotechnik nur als Ordnungswidrigkeit geahndet. Wie am Freitag zum Abschluss der Innenministerkonferenz (IMK) bekannt wurde, könnte sich das aber bald ändern. Weil von dem Abbrennen sogenannter Bengalos in den Stadien eine hohe Gefährdung von Unbeteiligten ausgehe, werde erwogen, dies durch eine Anpassung des Sprengstoffgesetzes unter Strafe zu stellen, hieß es.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz begrüßt diese Initiative, bezog gegenüber SWR Sport klar Stellung: „Es gibt ein klares Verbot: Es darf keine Pyrotechnik in Stadien mitgenommen werden, darf auch nicht dort eingesetzt werden. Das ist geregelt. Wer dagegen verstößt, der muss eine Ahndung erfahren. Und ich rufe auf, dass man dann auch in der Frage des Strafmaßes sehr weit nach oben geht.“

Dauer

Auch weitere Strafmaßnahmen gegen Gewalttäter im Sport sollen ins Auge gefasst werden. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hatte sich beispielsweise für die Verhängung von Fahrverboten gegen Randalierer und Chaoten ausgesprochen und war dabei von seinem Kollegen Herbert Reul (Nordrhein-Westfalen) unterstützt worden. „Für mich ist das übergeordnete Ziel, dass der Besuch eines Fußballspiels ein sicheres Erlebnis für Jung und Alt, für die ganze Familie, ist und bleibt“, hatte Strobl im Vorfeld der Tagung gesagt.

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