Matthias Ginter in Trainingskleidung der deutschen Nationalmannschaft (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / GES/Markus Gilliar | Markus Gilliar)

Fußball | Länderspiele

"Unsere" Nationalspieler sammeln Meilen: Die Strecken der Spieler aus dem Südwesten

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Leon Sander

In der Länderspielpause sind die Nationalspieler des Südwestens weltweit unterwegs. Leipzig, Algerien oder Südkorea, der halbe Kontinent ist dabei. Wer sammelt die meisten Meilen?

Die Liga macht Länderspielpause. Für manche Spieler heißt das Füße hochlegen. Auf die Auswahlspieler der Nationalmannschaften kommen dafür einige Reisestrapazen zu. Und damit auch auf das Klima. Denn von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird in die weite Welt gejettet. Wer sammelt richtig Meilen und wer hat einen überraschend kurzen Weg? Eine Auswahl der Reisen der Südwest-Nationalspieler. Die Distanzen sind in Luftlinie und von Stadion zu Stadion gemessen.  

Serhou Guirassy wird von seinen Teamkollegen vom VfB Stuttgart für den 2:2-Ausgleich bei Bayern München gefeiert (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Er kam, traf und flog wieder weg. Serhou Guirassy wurde in Frankreich geboren, spielt aber für das Land seiner Eltern: Guinea. Mit der Nationalmannschaft bestreitet er zwei Freundschaftspiele. Das erste im 1.457 Kilometer entfernten Algerien. Danach fliegt er 3.532 Kilometer weiter an die Elfenbeinküste. Von der Westküste Afrikas zurück nach Stuttgart packt Guirassy nochmal 5.016 Kilometer obendrauf. Insgesamt sammelt Guirassy damit knapp über 6.000 Flugmeilen, circa 10.000 Kilometer. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Ähnliches könnte man auch von der Japan-Connection des VfB, Wataru Endo und Hiroki Ito erwarten - doch denkste. Sie haben zwei "Heimspiele" mit den blauen Samurai gegen die USA und Ecuador. Und wo spielen die Asiaten gegen die Amerikaner? Genau, in Düsseldorf. Denn dort lebt eine der größten japanischen Gemeinden in ganz Europa. Die einfache Distanz von Stuttgart nach Düsseldorf: 326 Kilometer. Begleitet auf ihrer langen Reise werden Endo und Ito dabei vom Freiburger Ritsu Doan. IMAGO / Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Beim SCF freut sich Vincenzo Grifo über seine erste Einladung zur italienischen Nationalmannschaft seit einem Jahr. Und über verhältnismäßig kurze Reisen. Die Squadra Azzurra bestreitet zwei Spiele in der UEFA Nations League. Zuerst daheim in Mailand gegen England. Von Freiburg knapp 300 Kilometer entfernt. Danach geht es um die 800 Kilometer weiter nach Budapest gegen Ungarn. Abschließend fliegt Grifo 842 Kilometer zurück nach Baden. IMAGO / Independent Photo Agency Bild in Detailansicht öffnen
Matthias Ginter ist mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs. Die DFB-Elf spielt in der gleichen Gruppe wie Grifos Italiener. Und gegen die gleichen Gegner, nur in umgekehrter Reihenfolge. Zuerst reist Ginter 492 Kilometer nach Leipzig zum Spiel gegen die Ungarn. Danach steht der Klassiker gegen England im Wembley-Stadion an. Nach London fliegt Ginter 875 Kilometer. Seine Heimat im Breisgau ist von dort knapp 700 Kilometer entfernt. Ihm hinterher reist der nachnominierte Oliver Baumann. IMAGO / HMB-Media Bild in Detailansicht öffnen
Die Vielflieger des Spieltags kommen aus Südkorea. Jae-sung Lee (Foto) von Mainz 05 und Woo-yeong Jeong vom SC Freiburg reisen für zwei Freundschaftspiele in ihre Heimat. Zunächst gegen Costa Rica in Goyang. Bevor sie die Strecke von knapp 8.500 wieder zurückfliegen müssen, haben sie immerhin eine kurze Anreise zum zweiten Spiel gegen Kamerun in Seoul. Die beiden Städte grenzen aneinander, die Stadien trennen 18 Kilometer. Zusammengezählt umrunden Lee und Jeong trotzdem mehr als ein Drittel der Welt. IMAGO / Penta Press Bild in Detailansicht öffnen
Besser hat es Lees Mainzer Kollege Karim Onisiwo. Mit der Nationalelf Österreichs bleibt er in Europa. In der Nations League spielt Onisiwo zunächst in Paris gegen den Weltmeister Frankreich. Von Mainz in die Stadt der Liebe sind es 436 Kilometer. Anschließend spielt Österreich knapp 1.000 Kilometer weiter im Ernst-Happel-Stadion zu Wien gegen Kroatien. Von dort fliegt Onisiwo 627 Kilometer nach Hause. Mit auf die Reise gehen Michael Gregoritsch aus Freiburg und der Hoffenheimer Baumgartner. IMAGO / GEPA pictures Bild in Detailansicht öffnen
Im zweiten Spiel treffen die Österreicher auf Andrej Kramaric von der TSG Hoffenheim. Der begegnet gleich zweimal einem Teamkollegen von der TSG. Zunächst spielt Kramaric in Zagreb gegen Dänemark und Robert Skov. Von Sinsheim in die kroatische Hauptstadt sind es 658 Kilometer. Danach folgen für Kramaric die 267 Kilometer-Reise nach Wien und das Duell mit Christoph Baumgartner. Von dort tritt er die Heimfahrt nach Sinsheim von 564 Kilometern an. IMAGO / Pixsell Bild in Detailansicht öffnen
Hoffenheims Neuzugang Ozan Kabak ist für die Türkei im Einsatz. In der Nations League spielt er in Istanbul gegen Luxemburg. Eine Strecke von knapp 1.800 Kilometer. Danach geht es für ihn an das andere Ende Europas. In Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer, steigt das zweite Spiel. Dafür fliegt Kabak 3.316 Kilometer. Vom Norden Europas in den Südwesten Deutschlands zurück sind es dann nochmal 1.717 Kilometer. Dafür, dass Kabak Europa nicht verlässt, sind knapp 7.000 Kilometer eine stolze Summe. IMAGO / ZUMA Wire Bild in Detailansicht öffnen
Auf seiner Reise trifft Kabak auf Laurent Jans von Waldhof Mannheim. Der luxemburgische Kapitän reist dafür 1.831 Kilometer von Mannheim nach Istanbul. Das zweite Nations League-Spiel bestereitet Jans zu Hause im Stade de Luxembourg. Den Bosporus und den Beneluxstaat trennen knapp 2.000 Kilometer. Dafür ist Jans' Heimreise mit 173 Kilometern angenehm kurz. Da würde sich auch der Zug anbieten. IMAGO / Majerus Bild in Detailansicht öffnen
Auch der KSC ist international vertreten. Stephan Ambrosius war deutscher U21-Nationalspieler, hat sich aber entschieden, für Ghana zu spielen, das Land seiner Eltern. Für die Freundschaftspiele gegen Brasilien und Nicaragura steht er vor seinem Debüt. Die Spiele finden in Europa statt, um die Reisestrapazen zu reduzieren. Zuerst reist Ambrosius nach Le Havre in Frankreich. Anschließend spielt Ghana in Lorca in Südspanien. Besonders deswegen sammelt Ambrosius trotzdem fast 3.500 Kilometer. picture alliance/dpa/Revierfoto | Revierfoto Bild in Detailansicht öffnen
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