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Holt die Fanfaren raus. Es wird zum nächsten Titel geblasen. Denn es gibt ja nun mal keinen Zweifel, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft diese Europameisterschaft gewinnen wird. Wer sonst?

Die Anzeichen sind schließlich mehr als deutlich. Denn, wir Fans wissen: Ein 7:1-Sieg in einem Länderspiel kommt nicht sooo oft vor. Und wenn, dann ist es ein besonderer Moment, an den sich ein noch besonderer Moment anschließt.

Die Geschichte zeigt: Nach einem 7:1 kann nur Großes folgen

Und den Vergleich können wir guten Gewissens aufstellen. 2014 war es das WM-Halbfinale, diesmal DER abschließende Test. Ähnlich brisant, denn Freundschaftsspiele wurden ja aus dem Fußball-Wortschatz gestrichen. Gespielt wurde damals in der Millionenstadt Belo Horizonte, jetzt in DüsselDORF. Klingt doch auch beides irgendwie ziemlich verträumt.

Christian Günter bei seinem ersten Länderspiel gegen Polen 2014. (Foto: Imago, IMAGO / Sven Simon)
Christian Günter (Deutschland, 1 Länderspiel). Freiburgs Dauerbrenner verpasste vergangene Bundesliga-Saison keine Spielminute und kehrt nach langer Zeit in das DFB-Team zurück. Sein erstes und einziges Spiel für die A-Nationalmannschaft bestritt Günter 2014 gegen Polen (0:0). Für Bundestrainer Joachim Löw eine Option für die vakante Position des Linksverteidigers. Kämpft mit Marcel Halstenberg und Robin Gosens gegen zwei international erfahrenere Spieler um den Platz. Imago IMAGO / Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Ádám Szalai (Ungarn, 70 Länderspiele). Kapitän der Ungarn und erfahrenster EM-Fahrer aus dem Südwesten. Mit seinen 23 Länderspieltoren unverzichtbar für Trainer Marco Rossi. War bei Mainz 05 lange außen vor, kehrte aber mit der Ankunft von Coach Bo Svensson und der sensationellen Rückrunde der Mainzer zurück ins Team. Imago IMAGO / Newspix Bild in Detailansicht öffnen
Rolland Sallai (Ungarn, 22 Länderspiele). Der 24-jährige Offensivspieler, der 2018 aus Nikosia zum SC Freiburg kam, debütierte bereits mit 18 Jahren für die Ungarn. Einen Monat nach seinem Debüt schaffte er es sogar ins Aufgebot für die EM 2016, blieb aber ohne Einsatz. Hat sich durch eine starke Saison beim SC (8 Tore, 6 Vorlagen) empfohlen und dürfte gesetzt sein. Imago IMAGO / Buzzi Bild in Detailansicht öffnen
Edimilson Fernandes (Schweiz, 21 Länderspiele). Der Mittelfeldspieler von Mainz 05 (links) schafft es im Gegenzug zu VfB-Torwart Gregor Kobel, der aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen wurde, in den finalen Kader der Schweizer. Fernandes hat eine schwierige Saison hinter sich, auch weil er zweimal positiv auf das Coronavirus getestet wurde und in der Folge nicht mehr richtig zurück ins Team fand. Seit seiner zweiten Infektion im Januar nur mit drei Kurzeinsätzen für die Mainzer und daher überraschend bei der EM dabei. Imago IMAGO / Geisser Bild in Detailansicht öffnen
Robert Skov (Dänemark, 9 Länderspiele). Für die Dänen erzielte der Hoffenheimer bisher fünf Tore und zeigte sich damit deutlich effektiver als bei der TSG. Dort benötigte er für die gleiche Anzahl von Toren 47 Spiele. Der Linksfuß gilt mit seiner Flatterball-Technik als gefährlicher Freistoß-Schütze, dürfte es aber im Team von Trainer Kasper Hjulmand schwer haben, in die erste Elf zu kommen. Imago IMAGO / Gonzales Photo Bild in Detailansicht öffnen
Christoph Baumgartner (Österreich, 8 Länderspiele). Der Mittelfeldspieler der Hoffenheimer (rechts) kann sich auf seine erste Teilnahme an einem internationalen Turnier freuen. Mit drei Toren in acht Länderspielen konnte der 21-Jährige einen guten Eindruck bei Österreich-Trainer Franco Foda hinterlassen. Seit seinem Debüt im vergangenen September nur einmal ohne Startelf-Einsatz und auch für die EM mit guten Chancen auf die erste Elf. Imago IMAGO / GEPA pictures Bild in Detailansicht öffnen
Florian Grillitsch (Österreich, 21 Länderspiele). Den Strategen der Hoffenheimer erwartet reichlich Konkurrenz im zentralen Mittelfeld. Auch deshalb zuletzt mit schwankender Einsatzzeit für das ÖFB-Team. Darf aufgrund seiner spielerischen Qualitäten trotzdem auf Einsätze hoffen. Imago IMAGO / GEPA pictures Bild in Detailansicht öffnen
Philipp Lienhart (Österreich, 3 Länderspiele). Der Innenverteidiger (rechts) kam 2017 zunächst per Leihe von Real Madrid zum SC Freiburg und wurde im Anschluss fest verpflichtet. Kam während der aktuellen Saison beim SC in allen Bundesliga-Partien zum Einsatz und verpasste nur 67 Minuten. Im ÖFB-Team trotzdem mit wenig Aussicht auf Einsatzzeit. Imago IMAGO / GEPA pictures Bild in Detailansicht öffnen
Stefan Posch (Österreich, 10 Länderspiele). Den robusten Innenverteidiger der TSG Hoffenheim (links) bremste eine Corona-Erkrankung im Februar über einen Monat aus. Kämpfte sich anschließend zurück und eroberte sich seinen Stammplatz wieder. Für die Österreicher zuletzt mit geringen Einsatzzeiten und wie Lienhart eher in der Rolle des Back-Ups. Imago IMAGO / GEPA pictures Bild in Detailansicht öffnen
Sasa Kalajdzic (Österreich, 5 Länderspiele). Der Zwei-Meter-Stürmer des VfB Stuttgart (rechts) hat eine starke Bundesliga-Saison hinter sich (16 Tore, 6 Vorlagen) und die Begehrlichkeiten von größeren Vereinen geweckt. Konnte in fünf Einsätzen für Österreich drei Treffer erzielen und erhielt zuletzt den Vorzug vor Marko Arnautovic. Dürfte sich seines Stammplatzes sicher sein. Imago IMAGO / ZUMA Wire Bild in Detailansicht öffnen
Karim Onisiwo (Österreich, 11 Länderspiele). Der 29-jährige Stürmer der Mainzer komplettiert das Sextett der Südwest-Österreicher. Onisiwo verlor während der Saison seinen Stammplatz beim Bundesligisten, eroberte diesen aber zum Saisonende wieder. Sammelte seit seinem Österreich-Debüt 2015 nur elf Einsätze und ist als Back-Up in der Offensive eingeplant. Imago IMAGO / GEPA pictures Bild in Detailansicht öffnen
Andrej Kramaric (Kroatien, 52 Länderspiele). Der Edeltechniker der Hoffenheimer traf in der abgelaufenen Bundesliga-Saison 20 Mal und legte 6 Tore auf. Bei den Kroaten zuletzt mit weniger Einsatzzeit, darf sich aber ob seiner starken Saison Hoffnung auf einen Stammplatz machen. Imago IMAGO / ZUMA Wire Bild in Detailansicht öffnen
Pavel Kaderabek (Tschechien, 47 Länderspiele). Seit 2015 beackert der 29-Jährige (links) die rechte defensive Außenbahn der TSG Hoffenheim. Fiel in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt über drei Monate aus, zeigte sich zum Ende der Saison aber gewohnt laufstark und mit zwölf Einsätzen über 90 Minuten am Stück. Imago IMAGO / Nordphoto Bild in Detailansicht öffnen
Robin Quaison (Schweden, 25 Länderspiele). Der Bundesliga-Rekordtorschütze der Mainzer (31 Tore) ist erst seit Beginn der EM-Qualifikation 2019 regelmäßig im Aufgebot der Schweden. Seitdem aber mit reichlich Spielzeit und durch das EM-Aus von Star-Stürmer Zlatan Ibrahimovic (Knieverletzung) mit verbesserten Chancen auf Einsätze. Imago IMAGO / Bildbyran Bild in Detailansicht öffnen
Darko Churlinov (Nordmazedonien, 1 Länderspiel). Der Flügelspieler des VfB Stuttgart spielte erst 17 Minuten in der A-Nationalmannschaft seiner Nation – und das 2017, als das Land noch unter "Republik Mazedonien" firmierte. Dementsprechend überraschend kommt die Nominierung für den 20-Jährigen, der in der abgelaufenen Saison auf 14 Bundesliga-Einsätze beim VfB kam. Seine Rolle bei den Nordmazedoniern, die zum ersten Mal dabei sind, wird sich zeigen. Imago IMAGO / Aleksandar Djorovic Bild in Detailansicht öffnen

Das können doch keine Zufälle sein

Ja, und zum jeweiligen Spielverlauf muss ja gar nicht viel gesagt werden. Beide Male ein 5:0 zu Pause. Wie vor sieben Jahren gehörte Thomas Müller zu den Torschützen und Manuel Neuer fing sich Einen. Und dann noch das aktuelle Teamquartier. Es geht genauso leicht von den Lippen wie Campo Bahia: Herzogenaurach.

Das können doch alles keine Zufälle sein. War ich mir bis zum Lettland-Spiel noch ein wenig unsicher, weiß ich es nach diesem 7:1-Sieg ganz genau: Es wird wieder etwas Großes für Fußball-Deutschland geben. Von großem Jubel bis zu großer Enttäuschung - alles drin.

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